Beherrschendes Thema der Hauptversammlung des DRK-Ortsvereins Stockach war die Suche nach einer neuem Standort. Diese Suche dauert schon einige Jahre, wurde aber im vergangenen Jahr intensiviert. Hans Veit, der stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbands, berichtete von positiven Gesprächen mit Stockachs Bürgermeister Rainer Stolz. Man sei gemeinsam auf der Suche nach einem geeigneten Objekt. Der Vorsitzende des Ortsvereins, Markus Komp, bestätigte die gute Zusammenarbeit. Neben der Größe spiele die finanzielle Machbarkeit für den Verein eine Rolle.

Ein neuer Standort ist bereits in Aussicht

Man habe schon ein passendes Objekt gehabt und sogar einen Notartermin, der aber wenige Stunden zuvor abgesagt wurde. Viele Objekte habe man im vergangenen Jahr besichtigt, dies habe den Vorstand maßgeblich beschäftigt. Nun habe man wieder ein Objekt in Aussicht, freuten sich die ehrenamtlichen Retter.

"Es gibt Vorschriften, wie unsere Räume auszusehen haben, und dazu kommt noch unser Bedarf an Garagen", erklärte Schriftführer Cedric Michaelis die Schwierigkeit. Denn die Fahrzeuge sind größer als normale Autos, es sind Transporter und Lastkraftwagen. Dazu kommt eine umfangreiche Ausrüstung für die Arbeit des Ortsvereins und des Katastrophenschutzes.

Romina Heinz ist die neue Schatzmeisterin

Neben der Suche nach einem neuen Standort für den Verein beschäftigte den Vorstand die Suche nach einer neuen Schatzmeisterin. Ingrid Knoll hatte signalisiert, dass sie das Kassenbuch weitergeben möchte. Mit Romina Heinz ist das nun gelungen. Während der erfreuliche Kassenbericht noch von Ingrid Knoll stammte, stellte Romina Heinz nach ihrer Wahl den Haushaltsplan vor.

In der geheimen Wahl erreichte sie 21 Ja-Stimmen und je sieben Nein-Stimmen oder Enthaltungen. Im Haushaltsplan sind Einnahmen und Ausgaben von 55.950 Euro geplant. Zudem wurden finanzielle Rücklagen und Vermögenswerte gebildet.

"Unsere Arbeit bedeutet für die Menschen manchmal die Welt"

Bereitschaftsleiterin Christa Riffler gab einen Einblick in die Arbeit des vergangenen Jahres. "Unsere Arbeit bedeutet für die Menschen, denen wir begegnen, manchmal die Welt." Zur Arbeit der Bereitschaft gehörten interne Ausbildungen ebenso wie die der Feuerwehren und der Bevölkerung. Zudem wurden Sanitätsdienste geleistet. Man sei gut vorbereitet auf den Bevölkerungsschutz. Wichtige Einnahmequellen sind die Blutspendetermine und die Betreuung der Altkleidercontainer.

Erfreulich war der Bericht des Jugendrotkreuzes. Die Gruppe ist auf 13 Jugendliche angewachsen. Dabei sei die harmonische Gemeinschaft hervorzuheben, erklärte Monika Diebold. Zudem ist der Ortsverein im Schulsanitätsdienst engagiert.

"Die Arbeit wird immer umfangreicher und anstrengender"

Erich Aicheler leistete bei 66 Fahrten für Rollstuhlfahrer rund 3300 Kilometer und 275 Stunden. "Die Arbeit wird immer umfangreicher und anstrengender", hieß er mögliche weitere Fahrer willkommen. Zum Ortsverein gehört auch die Selbsthilfegruppe Papillon. Beatrix Vietse lobte die geschützte Atmosphäre, die man bei den monatlichen Treffen beim DRK finde.

Die Zusammenarbeit des DRK-Ortsvereins Stockach mit den Feuerwehren, der Polizei, anderen Ortsvereinen und dem Kreisverband funktioniere gut, wie beide Seiten bestätigten. Petra Nagel-Kümmerle vom DRK Engen befand: "Ihr seid ein Rundumsorglospaket!" Für jedes Bedürfnis gebe es den passenden Ansprechpartner. Achim Staudenmaier, stellvertretender Leiter des Stockacher Polizeireviers, erklärte: "Wann immer jemand am Unfallort Erste Hilfe leistet, ist es Ihr Verdienst".