Eigentlich haben die Mitglieder der Zimmerergilde, einer Gliederung des Hohen Grobgünstigen Narrengerichts, am Schmotzigen Dunschtig ihren Großeinsatz beim Stellen des Stammbaums aller Narren vor dem Bürgerhaus in der Hauptstraße. 

So war es für die Zimmerer Michael Bohl, Johannes Diegmann, Clemens Leute, Andi Schneider und Pius Wolf etwas ungewöhnlich, mitten im Jahr, nach den Plänen von Gerichtsnarr Martin Bosch, zur Erweiterung des Hans-Kuony-Hauses (HKH) eine Garage samt Carport zu bauen, und das alles in „umweltfreundlicher Holzständerbauweise“, wie Narrenrichter Jürgen Koterzyna erklärte. Es lag für ihn auf der Hand, das Wissen der Zimmerer zu nutzen, die sich ja mit der Materie Holz bestens auskennen müssten, auch wenn das Stellen und Fällen des Narrenbaums etwas andere Anforderungen an die Männer stelle.

Koterzyna erklärte, dass die Erweiterung dringend notwendig gewesen sei, da der Platz nicht mehr ausreiche. Zwar sei das Haus, das 1996 durch das Narrengericht gekauft wurde, regelmäßig erweitert und umgebaut worden. Doch es stoße an seine Grenzen.

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Das Haus diene seit vielen Jahren den Gliederungen, dem Arbeitskreis Narresome und dem Narrengericht als Werkstatt, Proben- und Versammlungsraum sowie als Lager für Utensilien, angefangen bei Deko-Sachen bis zur Weinlaube, die man am Schweizer Feiertag benötige.

Alt-Narrenrichter Karl Bosch, der bei der kleinen Feier anwesend war, erinnerte sich noch gut an die Anfänge des Hauses. „Wir konnten die Halle damals von einer Ziegel-Firma günstig erwerben“, erläuterte Bosch, der zusammen mit seinem damaligen Säckelmeister, Peter Sommerfeld, auch die notariellen Formalitäten erledigte.

Die Enge wurde jetzt durch die zusätzliche Garage samt Carport behoben, worüber sich nicht nur der Hans-Kuony-Haus-Ausschuss unter der Leitung von Harry Hahn freut, sondern auch sämtliche Gliederungen, die davon profitieren. Das Narrengericht machte aus dem Richtfest eine kleine Veranstaltung und lud zu einem gemütlichen Hock ein.