Anstrengend, aber angenehm sei die intensive Probezeit gewesen, die dem Oberstufenkonzert vorausgegangen war, erzählt der fünfzehnjährige Felix Schilling: "Die größte Herausforderung war, dass alle konzentriert mitarbeiten." Belohnt wurden die rund 130 singenden und musizierenden Oberstufenschüler in der schier aus den Nähten platzenden Turnhalle mit begeistertem Beifall von über 500 kleinen und großen Zuhörern.

Schon die Eröffnung mit dem spritzig wie dynamisch gespielten Vorspiel zu Bizets Carmen verhieß ein inspirierendes konzertantes Erleben. Mit Ausstrahlung und Stimme begeisterte die Mezzosopranistin Natália Bálint. Stürmisch preschte die temperamentvolle Habanera herbei, und mit Nachdruck stapfte der Torero-Marsch durch die große Akustik.

Das von Thorsten Leonhard geleitete Sinfonieorchester musizierte konzentriert, dynamisch, klangschön und mit so viel leidenschaftlichem Engagement, dass der berühmte Funke im Publikum genauso zündete, wie beim von Anne-Eve Martin geleiteten Chor mit Jakob Sieke als einfühlsam mitgestaltendem Klavierbegleiter. Großartig klang die mit den über 80 jungen Sängern mehrstimmig gesungene Bach’sche Chor-Fuge "Psallite Deo Nostro in Laetitia" aus dem Magnificat. Fröhlich bewegt und strahlend klang das Gospel "Ev’rybody Shout".

Von Begeisterung umspült war die Interpretation der "Bohemian Rhapsody" von Queen, super schön vom Chor zusammen mit einer kleinen, aus Orchestermitgliedern gespeisten Band gestaltet. Dabei spielte der Hornist das Schlagzeug, und anstelle von Pauke und Cello gab es etwas mit E-Bass und E-Gitarre auf die Ohren. Dramaturgisch spannend aufgebaut, begeisterte das Orchester mit "Lord of the Rings" mit schönem Solo-Gesang der Neuntklässlerin Lea Gauggel. Toll war die Darstellung aus Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 mit dem russischen Pianisten Evgeny Alexeev. Abschließende Zuhörwonnen lieferten alle 130 Mitwirkenden mit Rutters "Look at the World".