Die Seelsorgeeinheit Stockach lud zu einer neuen Ausgabe der Veranstaltungsreihe Café International ein – und eine große Gruppe von Flüchtlingen kam. Die Veranstaltung war weitgehend dem Thema „Gespräche zur Religion“ gewidmet, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Begonnen hatte der gemeinsame Nachmittag mit einer Führung durch die St. Oswald-Kirche. In mehreren Sprachgruppen mit Übersetzern wurde dabei über den christlichen Glauben berichtet und informiert. Dabei wurde besonders auf die Bedeutung von Altar, Tabernakel und Osterkerze eingegangen. Schön für die Teilnehmer war, dass auch in der nachweihnachtlichen Zeit die große Weihnachtskrippe zur Erinnerung an die Menschwerdung Gottes noch in der St. Oswald-Kirche steht.

Haltepunkte bei der Besichtigung waren natürlich auch die Darstellung des Leidens Christi im Seitenschiff sowie an der Wand des Altarraums und die Marienstatue mit Jesuskind an der Stirnseite des linken Seitenschiffes, wohin viele Menschen zum Beten und Bitten kommen. Interessant war auch der Gang zur Orgelempore, wo Pfarrer Lienhard die Kubak-Orgel erklärte. Er setzte sich spontan selbst an das Instrument und spielte ein paar Hörproben, um es in seiner Klangfülle zu zeigen.

Anschließend setzten sich die annähernd 100 Personen aus Syrien, dem Irak, Afghanistan und Deutschland im Pallottiheim in Gesprächsgruppen bei Kaffee, Tee und Gebäck zusammen. In diesen Gruppen kam es dann zum regen Austausch über Fragen der Religion. Auch über die derzeitige Situation der Flüchtlinge kam es zu intensiven Gesprächen mit den Einheimischen. So entstanden wieder wichtige neue Kontakte, die besonders durch das Zusammenkommen beim Café International ermöglicht werden.

Es bleibt zu hoffen, dass Pfarrer Lienhard und das Organisationsteam noch weitere dieser Zusammenkünfte beim Café International veranstalten werden, heißt es abschließend in der Pressemeldung. Denn damit sei ein guter Weg für Begegnungen und gegenseitiges Verständnis zwischen Flüchtlingen und Bevölkerung beschritten.