Diese Farbtupfer sind nicht nur ein optischer Hingucker, sondern auch ein echtes Gemeinschaftswerk: Vor dem Nellenburg-Gymnasium stehen seit einigen Tagen großformatige, moderne Sitzgelegenheiten in orange und apfelgrün. Diese wurden mit Geldern der Stadt und des Fördervereins des Gymnasiums beschafft und gemeinsam mit Vertretern der SMV (Schülermitverantwortung) und weiteren Schülern mit Quarzsand befüllt, den der Bauhof geliefert hat. Tatkräftige Hilfe kam dabei von Hausmeister Roland Schönherr. Er hatte zum Beispiel die Idee, einen Pylonen aufzuschneiden und als Trichter für den Sand zu benutzen.

Sie nehmen Platz auf den farbenfrohen SItzelementen, die in den Hofpausen stets belagert werden (von links): Hausmeister Roland Schönherr, Nicole Prigge (Vorsitzende des Fördervereins), Schulleiter Holger Seitz, Nina Mattes (Stadt Stockach), die stellvertretende Schulleiterin Ina Ratzke, Lehrerin Miriam Sauter, Schülersprecher Justus Ratzke, Lehrerin Sonja Pannach, Unterstufensprecherin Jelena Emmerich, der stellvertretende Schülersprecher Yannick Wiedemann und Stadtbaumeister Willi Schirmeister.
Sie nehmen Platz auf den farbenfrohen SItzelementen, die in den Hofpausen stets belagert werden (von links): Hausmeister Roland Schönherr, Nicole Prigge (Vorsitzende des Fördervereins), Schulleiter Holger Seitz, Nina Mattes (Stadt Stockach), die stellvertretende Schulleiterin Ina Ratzke, Lehrerin Miriam Sauter, Schülersprecher Justus Ratzke, Lehrerin Sonja Pannach, Unterstufensprecherin Jelena Emmerich, der stellvertretende Schülersprecher Yannick Wiedemann und Stadtbaumeister Willi Schirmeister. | Bild: Claudia Ladwig

Die Planung für die Schulhofgestaltung läuft schon seit einigen Jahren. Die Lehrerinnen Miriam Sauter und Sonja Pannach engagieren sich stark dafür. Gemeinsam mit Vertretern des Schulverbunds Nellenburg führten sie mehrere Schülerbefragungen durch, um den Bedarf zu ermitteln. Immer wieder gab es Verzögerungen, weil andere Bauprojekte wichtiger und notwendiger waren.

Bei Schülern sind die Neuanschaffungen beliebt

Die Kinder und Jugendlichen nähmen die bunten Sitzmöbel wie auch die Balancierstange in den Pausen sofort in Beschlag, erzählen die Lehrerinnen. Die Schulvertreter sind froh, dass die Stadt trotz schwieriger Investitionslage Geld locker gemacht hat, um die Schulhofgestaltung voranzubringen. Das sei auch der Initiative von Bürgermeister Rainer Stolz zu verdanken. Sie würden künftig gern noch weitere Elemente etablieren, denn je mehr Angebote es gebe, desto entspannter sei es auf dem Hof, sagt Miriam Sauter.

Zaun um den Schulhof ist kein Thema mehr

Ein Zaun um den Schulhof ist derzeit kein Thema mehr. Die Stadt habe Schilder angebracht, so dass man eine Handhabe habe, schulfremde Personen zu verweisen, erläutert Stadtbaumeister Willi Schirmeister. Außerdem seien viele Lampen aufgestellt worden, um den Schulhof auszuleuchten. Dieser Hof, bestätigen die Lehrerinnen, sei der Hof des Schulzentrums und solle auch von beiden Schulen – Schulverbund Nellenburg und Nellenburg-Gymnasium – genutzt werden.

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Auch im Eingangsbereich des Gymnasiums hat der Förderverein für bequeme Sitzmöbel in den passenden Farbtönen gesorgt. Diese lassen sich verschieben und davon machten die Schüler regen Gebrauch, erzählt Schulleiter Holger Seitz.

Miriam Sauter ergänzt, seit die Bücherei in den früheren Stillarbeitsraum verlegt wurde und die neuen Möbel stünden, werde der Bereich intern gerne als „Lounge“ bezeichnet, in der nicht nur relaxt, sondern durchaus auch gearbeitet werde. Nicole Prigge, Vorsitzende des Fördervereins, ist begeistert.

„Das G9 spiegelt sich hier wider. Hier kann man wieder Schüler und gemeinsam sein.“ Dass die Lehrerinnen ihre Pläne so hartnäckig verfolgt hätten, habe sie beeindruckt. „Solche Projekte unterstützt der Förderverein immer gerne.“

Willi Schirmeister sagt zu den Wünschen der Schule: „Wir stellen das auf, was wir an Mitteln haben.“ Die Kosten für die nötigen Arbeiten in naturwissenschaftlichen Räumen lägen im Millionenbereich. Diese Arbeiten hätten Vorrang. „Wir tun, was wir können, aber uns sind auch Grenzen gesetzt.“