Wenn sich der Eigentümer selber nicht mehr traut, seine eigene Garage zu betreten, wird es brenzlig. Mehrfach wurde er angegangen, als er versucht hat, in die Garage zu gelangen, um sein Auto herauszuholen. Was tut er? Er setzt einen Notruf ab und die Rettungsleitstelle setzt die Feuerwehr Stockach in Bewegung. Fünf Feuerwehrleute machen sich auf den Weg. Am Bildstock angekommen, treffen sie auf den Übeltäter. Ein Marder hat in der Garage sein Nest gebaut und verteidigt es nun bissig aufs Äußerste. Zunächst ging es dem Garagenbesitzer um sein Auto, dass er gerne aus der Garage gehabt hätte. Die Feuerwehr hilft natürlich. In kompletter Schutzausrüstung wagt sich ein Feuerwehrmann schließlich in die Höhle des Marders und fährt das Auto heraus. Der Besitzer wird es sicherlich nicht wieder hineinfahren, solange der Marder dort wohnt. Ihm gaben die Feuerwehrleute entsprechende Kontaktdaten. Zwar gelten Steinmarder nicht zu den bedrohten Tierarten, aber trotzdem haben nur Jäger das Recht, die Tiere zu fangen oder gar zu töten. Wir gehen jetzt mal davon aus, dass der Marder mit einer Lebendfalle eingefangen und weit entfernt wieder ausgesetzt wird. Denn Steinmarder bringen pro Jahr etwa drei bis vier Junge auf die Welt, die sich, nachdem sie ihre Mutter verlassen haben, in der Regel in der Nachbarschaft einnisten. Nicht, dass die ganze Straße noch von Steinmardern heimgesucht wird.