Die Stadt Stockach will offenbar daran festhalten, sich um die Heimattage Baden-Württemberg im Zeitraum von 2023 bis 2026 zu bewerben. Stockachs Bürgermeister Rainer Stolz sagte auf Anfrage: „Ich gehe davon aus, dass wir versuchen, die Heimattage in die Region zu holen.“

Das ursprüngliche Ziel war eine gemeinsame Bewerbung der Verwaltungsgemeinschaft aus Stockach, Bodman-Ludwigshafen, Hohenfels, Mühlingen, Eigeltingen und Orsingen-Nenzingen. Die Gemeinderäte in Stockach, Hohenfels und Mühlingen haben sich auch bereits dafür ausgesprochen – wenn auch teilweise nach längeren Diskussionen. Die Chancen auf eine gemeinsame Bewerbung sind aber trotzdem gesunken. Denn der Gemeinderat von Bodman-Ludwigshafen hat sich, ebenfalls nach einer langen Diskussion, schlussendlich gegen die Bewerbung entschieden.

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Stolz sagte nun, er sehe die Vorteile einer gemeinschaftlichen Vermarktung der Region durch die Heimattage. Das Großereignis könne deutlich machen, welche Qualitäten der westliche Bodenseeraum habe. Und er hoffe, dass Bodman-Ludwigshafen dann doch noch dabei sei: „Jetzt haben wir die Chance.“

Matthias Weckbach, Bürgermeister von Bodman-Ludwigshafen, kann momentan noch nicht sagen, ob das Thema Heimattage vielleicht nochmal auf die Tagesordnung einer Ratssitzung kommt. Aufgrund der Kommunalwahl im Mai fehlen drei Arbeitssitzungen des Rats und „die nächsten drei Sitzungen nach der Sommerpause sind extrem voll“, erklärt er.

Falls der Rat nochmal über die Heimattage spreche, werde das frühestens im Spätherbst sein, so Weckbach. Es könne durchaus sein, dass das neue Gremium anders über eine Bewerbung der Verwaltungsgemeinschaft denke.

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Der Zeitplan sieht so aus, dass eine Bewerbung für die Heimattage bis Ende 2019 eingereicht werden müsste. Ursprünglich war es der 1. Juli, weshalb es in manchen Gemeinden eilige Entscheidungen zu dem Thema gab. Eigeltingen und Orsingen-Nenzingen hatten das Thema noch nicht im Rat.