Tanzen macht das Leben heiter: Unter diesem Motto lassen die Mitglieder der Folklore-Tanzgemeinschaft Stockach einmal im Monat den Alltag hinter sich, um gemeinsam Schrittkombinationen und Figurenfolgen verschiedener Tänze zu erlernen. Angelika Trommsdorf und Franziska Genter leiten die Tänzerinnen und Tänzer bereits im vierten Jahr an. Im letzten Jahr waren sie oft zu zwölft, elf Frauen und ein Mann. Just am Tag des SÜDKURIER-Besuchs kommen einige Neue hinzu.

Angelika Trommsdorf ist seit 40 Jahren begeistert von der Kombination aus Musik und Bewegung. Sie hat eine Ausbildung zur Tanzpädagogin und für Tanztherapie gemacht. Ihre Kollegin Franziska Genter übt dieses Hobby auch schon seit rund 30 Jahren aus. Sie absolvierte unter anderem eine Bachblüten-Tanzausbildung. Beide bilden sich ständig weiter, um neue Ideen in die Gruppe einbringen zu können. "Das Tanzen macht uns sehr viel Freude und es ist uns ein Anliegen, diese Freude zu teilen", sagt Franziska Genter. Kreistänze hätten eine andere Qualität als Einzeltänze. Ankelika Trommsdorf erklärt: "Das Gemeinschaftsgefühl ist bei unseren Tänzen besonders groß. Man hält sich und kommt dabei auch in seine eigene Mitte." Sie sind schon im Altersheim St. Anna in Singen aufgetreten, aber eigentlich erlernt die Gruppe die Tänze nur für sich. Die Herkunft der Tänze ist sehr vielfältig: "Da ist alles dabei. Folklore und meditative Tänze zu neuer, moderner oder klassischer Musik. Wir haben griechische, israelische, irische Tänze und auch welche vom Balkan", zählt Franziska Genter auf.

Mit ihrem Programm orientieren sich die Frauen am Jahreskreis, an den kirchlichen Festen und den vier Elementen. Jeder Abend hat sein eigenes Thema, das sich wie ein roter Faden durch die eineinhalb Tanzstunden zieht. Sie tanzen Friedenstänze und erzählen den Teilnehmern Geschichten zu einzelnen Tänzen. "Es gibt bestimmte Gesten, die Gefühle ausdrücken. Beispielsweise, wenn wir zusammen in die Mitte laufen und dabei die Arme unten halten. Das bedeutet, dass jeder ganz bei sich ist", erläutert Angelika Trommsdorf. Der Einklang von Körper, Geist und Seele ist beiden sehr wichtig. "Wir sind zwar Teil des Katholischen Bildungswerks, aber nicht religiös festgelegt. Zu uns darf jeder kommen, wir sind offen für alle."

Beide Frauen heben die Vorteile des Tanzens hervor: "Koordination, Gleichgewicht, Orientierung, Reaktion, Kraft und Ausdauer werden verbessert." Einzelne Tänze oder Schrittfolgen kommen immer wieder vor. Dabei ist es den Leiterinnen nicht so wichtig, dass die Schritte korrekt ausgeführt werden und alle vollständig im Einklang sind, das Ziel ist ausdrücklich nicht die Perfektion. Angelika Trommsdorf beschreibt, das Tanzen solle den einzelnen Menschen bewegen und ihm das Gefühl der Gemeinschaft vermitteln.

Dass die Teilnehmer Freude an dieser Gemeinschaft haben, drückt Eric Sprenger aus Stahringen aus, der mit seiner Frau seit zwei Jahren dabei ist: "Uns gefällt die Gesellschaft und das Tanzen. Das fördert auch die Motorik." Auch Christel Wiedenhorn lobt die Atmosphäre in der geselligen Gruppe und ergänzt: "Die beiden machen das super."

 

Zur Tanzgemeinschaft

Die Gruppe trifft sich im alten Pallottiheim zwischen der St. Oswald Kirche und dem katholischen Pfarrbüro. Beginn 19.00 Uhr. Die kommenden Termine finden statt am 9. Februar, 20. April, 11. Mai, 6. Juni und 13. Juli. Mitzubringen sind bequeme Tanzkleidung im Zwiebellook und flache Schuhe. Kontaktaufnahme über die Tanzreferentinnen Angelika Trommsdorf, Telefon (077 38) 7385 und Franziska Genter, Telefon (07732) 6947. Auskünfte und Anmeldung bei Lilo Oswald, Telefon (07771) 9209 05. (wig)