Gesellschaftliche Veränderungen spüren auch Beratungsdienste – zum Beispiel, wenn es um den Bereich Migration geht. Da registriert die Stockacher Caritas einen steigenden Bedarf nach Informationen, wie kürzlich bei einem Pressetermin deutlich wurde. Und das obwohl die Zahl der Flüchtlinge abnehme, wie Anja Selke erklärt, die bei der Caritas erwachsenen Zuwanderern ab einem Alter von 27 Jahren ihre Beratungsdienste anbietet. Was sich zunächst wie ein Widerspruch anhöre, dass nämlich die Zahl der Flüchtlinge zurückgehe, jedoch die Zahl der Migranten zunehme, hänge mit der Tatsache zusammen, dass immer mehr Menschen aus dem europäischen Ausland nach Deutschland einwanderten. Diese kommen nicht als Flüchtlinge hierher. Selke nennt überraschenderweise in erster Linie Länder wie Italien, Rumänien und Bulgarien, deren Bürger bei Bedarf den Caritas-Migrationsdienst in Anspruch nehmen könnten.

Auch Eltern haben Fragen bezüglich der Integration

Ein sehr ähnliches Angebot macht Ayten Yilmaz, die für den Caritas-Jugendmigrationsdienst arbeitet. Sie betreut Personen im Alter zwischen 12 und 27 Jahren, die Fragen rund um Ausbildung und Schule haben. „Oft kommen auch die Eltern der Jugendlichen zu mir in die Beratung, wenn sie Fragen bezüglich der Integration ihrer Zöglinge haben“, erklärt Yilmaz, die im Bedarfsfall auch in englischer Sprache beraten kann.

Für Migranten, die schon länger in Deutschland sind, aber immer noch Beratungsbedarf haben, gibt es den sogenannten Migrationsfachdienst, den Marion Haller anbietet. Sie ist auch für die Organisation und Durchführung der Suppenküchen, die in unregelmäßigen Abständen im Pallottiheim in der Pfarrstraße in Stockach stattfinden, zuständig.

Caritassozialdienst bietet allgemeine Lebens- und Sozialberatung an

Dazu gehört neben den Angeboten rund um das Thema Migration auch der Caritassozialdienst, der eine allgemeine Lebens- und Sozialberatung anbietet. „Wir beraten auch, wenn es um Existenzsicherung geht“, erklärt Gabriele Starz, die für diesen Bereich zuständig ist, lediglich die Schuldnerberatung biete man nicht in Stockach, sondern nur in Singen an. Starz ist auch für den sogenannten Betreuungsverein zuständig. Dieser übernimmt die gesetzliche Betreuung für Personen, die auf Grund einer Krankheit oder Behinderung ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln können. Auch berate und schule man ehrenamtliche Betreuer, ergänzte Starz.

Und noch eine steigende Zahl kommt beim Pressegespräch zur Sprache, nämlich im Bereich Kurberatung, für den seit zwei Jahren Petra Schnitzler zuständig ist. Auch dort wachse die Zahl der Klienten, wie der Caritasverband seine Kunden bezeichnet. „Hier geht es nicht um Reha-Maßnahmen, sondern um sogenannte Vorsorgemaßnahmen“, erklärt Schnitzler und betont, dass dies Maßnahmen seien, die von den Krankenkassen übernommen würden. Es handle sich dabei meistens um Mütterkuren, Väterkuren, Mutter- und Kind-Kuren sowie um Kuren für pflegende Frauen.

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