Stockach Automobilzulieferer Eto Magnetic baut in Stockach für die Zukunft

Geschäftsführung erwartet in den nächsten Jahren eine Umsatzsteigerung von fünf Prozent

Die Geschäftsführung des Automobilzulieferers Eto Magnetic hat beim Richtfest der neuen Fabrikhalle gute Nachrichten für die rund 900 Beschäftigten am Standort Stockach verkündet. Es werden nicht nur fünf Millionen Euro in den Bau der Halle und eines angeschlossenen Bürotrakts investiert, nach Aussagen von Geschäftsführer Michael Schwabe wird die Funktion des Gebäudes ausgeweitet. Ursprünglich als reine Logistikhalle geplant, soll die Halle jetzt auch Produktionsmaschinen für den Anlagebau aufnehmen, dazu ist ein zweigeschossiger Bürotrakt an die neue Halle gestellt worden.

„Wir investieren nicht nur in den Bau der Halle, wir investieren auch in den Maschinenpark“, erläuterte Schwabe beim Richtfest. Der Geschäftsführer veranschlagt das Investitionsvolumen für die Maschinen mit rund 15 Millionen Euro. Die Zuversicht für diese Investitionspolitik speist sich aus der Nachfrage großer Automobilkonzerne wie dem Volkswagen-Konzern, der auf die in der Firma Eto entwickelten und produzierten Antriebselemente, Magnetventile und Sensoren setzt.

Aktuell erwartet Geschäftsführer Schwabe einen Jahresumsatz von rund 250 Millionen Euro im laufenden Geschäftsjahr. Mittelfristig rechnet er mit einem Umsatzwachstum von jährlich etwa fünf Prozent, das die weltweit rund 1800 Mitarbeiter der Eto-Gruppe erwirtschaften sollen. Im Jahr 2018 will man die Marke 300 Millionen Euro Umsatz erreicht haben.

Ein wichtiger Baustein für dieses Ziel sind die Möglichkeiten mit der neuen Halle am Hauptstandort der Eto-Gruppe im Industriegebiet Hardt in Stockach. Im August war der Spatenstich, gestern das Richtfest, bereits im März soll der Bau fertig sein. Alexander Sautter als Mitglied der Geschäftsführung und Global Operation Manager räumte beim Richtfest ein, dass der Terminplan ziemlich ehrgeizig sei: „Wir müssen zusammen mit unseren Partnern während der Bauphase schnell gute und pragmatische Lösungen finden.“ Der Baugrund sei nicht ganz einfach gewesen. „Wir stehen hier auf einer ehemaligen Kiesgrube.“ Deshalb sei der Baugrund mit 680 Rohstoffsäulen stabilisiert worden. Auch die Anbindung an die bestehenden Gebäude sei immer wieder Thema gewesen.

In das neue Gebäude mit Bürotrakt sollen das Logistikzentrum, die Lehrwerkstatt und der Anlagenbau ziehen. Alexander Sautter unterstrich die Notwendigkeit für den Neubau: „Wir brauchen Platz, um den Ausbau der Abteilung Forschung und Entwicklung am Standort vorantreiben zu können.“

Beim Neubau setzt das Unternehmen auf Nachhaltigkeit. Das Dach wird begrünt, das Regenwasser aufgefangen, in Zisternen gesammelt und in die Kühltürme weitergeleitet. Zudem sei auf eine gute Isolierung geachtet worden. Es sei zwar kein Passivhaus, erläuterte Architekt Michael Martin, „aber für ein Fabrikgebäude nahe dran“. Nächste Woche wird der Boden gegossen, dann fließen 780 Kubikmeter Beton in das ausgelegte Stahlgeflecht.

Alexander Sautter wies noch ein weiteres energetisch zukunftweisendes Projekt in der Eto hin: Die im Werk vorhandenen Kompressoren sollen an einem Standort gesammelt werden, um die Abwärme der Anlagen zum Aufheizen des Wassers zu nutzen.

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