Was ist der Lohn beim Triathlon? Das mögen sich manche unsportliche Menschen wohl fragen. Auf die Frage, was ihre Ziele denn so seien, antworteten die Teilnehmer beim 34. Stockacher Triathlon im Stockacher Freibad unterschiedlich. Während drei Mitglieder der Stockach Guggenmusik, die Yetis Rainer Mühlherr, Mario Knaus und Adrian Bernhard, beispielsweise nach dem sportlichen noch ein geselliges Ende mit einem kühlen Getränk und einem Steak anstrebten, ging es für andere um persönliche Bestzeiten oder gar den Sieg in einer Gruppe oder den Tagessieg in einer Disziplin.

Wertvolle sportliche Betätigung

Viele Teilnehmer wie auch Daniel Rautenberg aus Bad Bergzabern waren nicht allein nach Stockach gekommen. Im Gespräch mit dem SÜDKURIER hat er eine wirklich bewegende Geschichte als Motivation für seinen Start erzählt. Er hat mit einer Vorbereitungszeit von vier Monaten nun ebenfalls das Ziel, bei der Volksversion mit insgesamt 500 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und dem Laufen von vier Kilometern den Triathlon mit einem Zieleinlauf zu beenden.

Der Erste Vorsitzende der Skizunft Stockach, Gerd Stiefel, sieht ebenfalls die sportliche Betätigung und die Zeit der Triathlethen – egal, ob in olympischer Disziplin (mit 1000 Metern Schwimmen, 40 Kilometern Radfahren und zehn Kilometern Laufen) oder in der so genannten "light"-Version, welche bereits Startern ab 16 Jahren die Möglichkeit zur Teilnahme öffnet – als wertvolle Möglichkeit, Zeit mit sich selbst zu verbringen.

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Er freue sich über jeden einzelnen der 288 Teilnehmer sehr, ebenso wie über das für sportliche Betätigungen am Veranstaltungstag wirklich traumhafte milde spätsommerliche Wetter, so Stiefel. "Passen Sie auf sich auf!", hieß sein Appell bei der Einweisung für alle Teilnehmer am Beckenrand. Er beschrieb die wichtigsten Gefahrenpunkte, wie die Beachtung der Verkehrsregeln für die Fahrradstrecke, welche von Stockach über Winterspüren nach Billafingen und zurück verlief. "Dort an der Wendeplatte rufen Sie ihre Startnummer laut und deutlich den Posten zu, während Sie wenden" – so die letzte Anweisung des Vorsitzenden, bevor er das Mikrofon an Reinhold Hitzel, den Wettkampfleiter, übergab.

Bestzeiten gab es bei der Gruppe drei in der olympischen Disziplin bereits beim Schwimmen, denn die ersten Teilnehmer boten hervorragende Zeiten, bevor sie das Becken verließen. Mit schnellen Laufschritten ging es dann zielstrebig durch einen abgesperrten Korridor die Treppe hinunter, wo bereits die entsprechende Kleidung beim abfahrbereiten Rad vorrätig war.

Der Fanclub Keller-Fröhlich an der Strecke: Das Bild zeigt nur einen Teil derer, die sich bei der Lichtberghalle getroffen haben, um ihren Winterspürer Musikkameraden Matthias Keller-Fröhlich anzufeuern.
Der Fanclub Keller-Fröhlich an der Strecke: Das Bild zeigt nur einen Teil derer, die sich bei der Lichtberghalle getroffen haben, um ihren Winterspürer Musikkameraden Matthias Keller-Fröhlich anzufeuern. | Bild: Doris Eichkorn

Viele Besucher und auch ihre Begleiter nutzten diese wenigen Meter für ermunternde Zurufe, denn nicht jeder Starter hatte einen derartigen Fanclub wie den von Matthias Keller-Fröhlich, welcher seinen Kollegen mit vielen Leuten am Rande der Strecke hinter den Leitplanken anfeuerte.