Es ist ein dicker Brocken, der mit Blick auf die anstehenden Tiefbaumaßnahmen in der Stockacher Kernstadt und die Ortsteile auf die Stadtverwaltung zukommen wird. Denn Liste der Straßensanierungen für 2020 ist lang. Im Planungsausschuss wurden 20 Projekte vorgestellt, die in diesem Jahr umgesetzt werden sollen. Die Gesamtkosten belaufen sich laut Planung des Stadtbauamts auf rund 2,5 Millionen Euro. Wie Bürgermeister Rainer Stolz in der jüngsten Sitzung des Gremiums betonte, seien bei der Vielzahl an Maßnahmen auch Projekte dabei, die ohnehin bereits im Haushalt stehen würden. 

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Zu den größten Investitionen zählen eine Abbiegespur in der Heinrich-Fahr-Straße, der Straßenendausbau im Baugebiet Kai-Schnabelburg-Reute in Espasingen, die Erweiterung des Gewerbegebietes Himmelreich III, die Kompletterschließung im Baugebiet Apsen in Seelfingen und die Aufweitung der Seedaverdolung in Wahlwies. Sie stehen mit rund zwei Millionen Euro zu Buche. Und das sind die größten Investitionen:

Neues Baugebiet in Seelfingen

Mit 800 000 Euro stellt die Kompletterschließung des Baugebietes Aspen in Seelfingen die größte Investition der Tiefbaumaßnahmen für 2020 dar. Laut Stadtbaumeister Willi Schirmeister umfasst das die üblichen Maßnahmen. „Wir brauchen an dieser Stelle Straßen und Kanäle. Die Arbeiten im Aspen werden der größte Batzen 2020 im Tiefbau werden“, sagte er.

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Die Ausschreibung der Arbeiten solle in den nächsten Tagen rausgehen, dann fehle nur noch ein entsprechender Gemeinderatsbeschluss. „Dann können wir dort loslegen“, so Schirmeister weiter. Er rechne damit, dass die Maßnahmen voraussichtlich im März oder April starten werden. Ohnehin weißt er darauf hin, dass alle geplanten Arbeiten auch in diesem Jahr umgesetzt werden sollten: „Wir schauen natürlich, dass wir die Maßnahmen, die im Haushalt für 2020 stehen, auch in diesem realisieren“, betonte Schirmeister.

Zu viel Regenwasser

270 000 Euro kostet die Aufweitung der Seedaverdolung, sprich einer Einfassung eines Wasserlaufes, in Wahlwies. Diese Summe war Ausschussmitglied Joachim Kramer (SPD) eine Nachfrage wert. „Wir haben an dieser Stelle Wasser, dass wir nicht abführen können“, fasste Schirmeister die Problematik zusammen. Mit dem jetzigen Zustand der Verdolung sei dies nicht mehr zu bewerkstelligen. „Deshalb müssen wir handeln“, so Schirmeister. Ein neuer Regenwasserkanal soll die Situation verbessern. Dies sei auch eine Forderung des Landratsamtes gewesen, das in dieser Sachlage wenig Spielraum erlaube. „Die Maßnahme ist abgestimmt. Sie kostet uns viel Geld, ist aber für die weitere Erschließung von Wahlwies wichtig“, betonte Bürgermeister Rainer Stolz.

Eine Straße soll fertig werden

Der Oberbelag und die Randsteine sollen in diesem Jahr mit dem Straßenendausbau im Baugebiet Kai-Schnabelburg-Reute in der Bergstraße in Espasingen angegangen werden. Dafür rechnet die Stadtverwaltung mit Kosten von 250 000 Euro. Auch dort sollen die Arbeiten, wenn alles nach Plan läuft und die Ausschreibung reibungslos verläuft, laut Schirmeister noch in diesem Jahr im März oder April begonnen werden. Um Synergien zu nutzen, werden zeitgleich auch weitere Arbeiten im Grund erledigt, etwa die Verlegung von Gas- und Wasserleitungen sowie Telefonie und Internet. „Das ist natürlich üblich, wenn die Straßen schon einmal auf sind“, so Schirmeister.

Abbiegespur in der Heinrich-Fahr-Straße

„Wir müssen nur noch bezahlen.“ Laut Schirmeister existiere die Abbiegespur in der Heinrich-Fahr-Straße für geplante Parkplätze bereits. 150 000 Euro gilt es nun zu begleichen. Die Stadt zahlt dabei jene Bereiche, die auch von ihr genutzt werden: Die Abbiegespur selbst sowie die Randsteine und den Gehweg. „Den Rest hat der Bund übernommen, da es sich um eine Bundesstraße handelt“, so Schirmeister.

Das Gleichgewicht stimmt

Bei der Vorstellung des Konzeptes gab es großes Lob vom Espasinger Ortsvorsteher Andreas Bernhart. Er hob vor allem hervor, dass die Ortsteile nicht das Gefühl hätten, bei den Planungen hinten an zu stehen. „Die Liste ist sehr ausgeglichen, was die Projekte in der Kernstadt und in den Ortsteilen betrifft“, sagte er. Durch das vorgestellte Konzept für 2020 würden die Brennpunkte herausgearbeitet und es könne dementsprechend gehandelt werden. Dies sei vor allem dem ehemaligen Leiter des Tiefbauamtes, Reiner Müller, zu verdanken.

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