So genau konnte man am Samstag im Kinderdorf nicht erkennen, welche Augen mehr leuchteten – die der Kinder oder die der Erwachsenen. Denn nachdem 100 Zweiräder mit 120 Bikern auf den Parkplatz bei den Ausbildungsbetrieben gefahren waren und ein kleiner offizieller Teil erledigt war, durften die Kindern mitfahren. Dabei waren Quad, Gespann, Oldtimer oder Motorrad bei den Kindern gleich beliebt.

Markus Hugger freute sich Anke Okolowitz einen Geld gefüllten Umschlag überreichen zu können. Das freute auch die Kinder, mehr strahlten sie allerdings beim Motorrad fahren. Bild: Susanne Schön
Markus Hugger freute sich Anke Okolowitz einen Geld gefüllten Umschlag überreichen zu können. Das freute auch die Kinder, mehr strahlten sie allerdings beim Motorrad fahren. | Bild: Susanne Schön

Bei der zehnten Motorradausfahrt für mehr Menschlichkeit, die der Immendinger Bürgermeister Markus Hugger organisierte, wurde die höchste Spendensumme erreicht. Bei 20 Euro Startgebühr spendeten einige Teilnehmer mehr, so dass 4520 Euro zusammen kamen. Die überreichte Hugger an Anke Okolowitz vom Pestalozzi Kinderdorf. Diese erklärte: „Wir werden das Geld für die Dinge einsetzen, die das Jugendamt nicht zahlt. Darunter fallen Therapien, Ausflüge und Spielplätze.“ Damit war Markus Hugger zufrieden: „Die Spende soll für alles gebraucht werden, was Kinder glücklich macht!“ Er dankte seinen Mitfahrern.

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Als er im Gespräch auf die vergangenen Ausfahrten zurückblickte, wurde er still. Denn bei Kliniken und Hospizen gab es auch viele sehr berührende Momente. „Es ist eine Freude, die strahlenden Kinderaugen zu sehen, wenn die Kinder ihre Runden auf den Motorrädern drehen“, verband er dann Erinnerung und Realität. Das bekam man auch zu hören, wenn man mit den anderen Teilnehmern sprach. „Es ist für uns ein unvergesslicher Tag.“

Anke Okolowitz (links) nahm gerne den Umschlag von Markus Hugger entgegen. Sie zeigte den Motorradfahrern auch, wie das Leben im Kinderdorf ist. Bild: Susanne Schön
Anke Okolowitz (links) nahm gerne den Umschlag von Markus Hugger entgegen. Sie zeigte den Motorradfahrern auch, wie das Leben im Kinderdorf ist. | Bild: Susanne Schön

Die Motorradgruppe stärkte sich noch im Kinderdorf. Anke Okolowitz zeigte einen Film über das Kinderdorf und stand für Fragen zur Verfügung. Danach führte die Zehnte Motorradausfahrt für mehr Menschlichkeit nach Sigmaringen ins Zündapp-Museum. Letzte Station ist der Talhof bei Beuron. Dort kann man zum ersten Mal übernachten. „Auch für musikalische Unterhaltung mit Livemusik sowie Leckereien vom Grill ist gesorgt“, freute sich Hugger auf die kleine Jubiläumsfeier.