In Steißlingen braucht es mehr Wohnraum. Geschaffen werden soll dieser nicht nur, indem Neubaugebiete ausgewiesen werden, sondern auch durch die innerörtliche Nachverdichtung. Gebaut werden soll also auch im Ortskern.

„Um dieses Wohnungsdefizit etwas ausgleichen zu können, liegt neben der Nutzung von Außenbereichsflächen ein priorisiertes Augenmerk auf der Mobilisierung von innerörtlichen Flächen im Sinne einer Innenentwicklung innerhalb der Ortschaft“, erklärte Bürgermeister Benjamin Mors in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.

Teil des Gewanns Korisgaß darf bisher nicht bebaut werden

Die Gemeinderäte haben deshalb einer Änderung des Bebauungsplans im Gewann Korisgaß im beschleunigten Verfahren zugestimmt. Dort befindet sich nämlich eine größere unbebaute Fläche, die die Gemeinde für den Wohnungsbau nutzen möchte.

Aber, wie Laura Mayer vom Bauamt erklärt: „Der größte Teil der Fläche im Plangebiet ist derzeit als Grünfläche gemäß des rechtskräftigen Bebauungsplans „Korisgaß“ festgesetzt und ist somit nicht bebaubar.“ Um dort bauen zu können, bedürfe es der Änderung des Bebauungsplans. Der Beschluss mit den Zielen und Zwecken des Bebauungsplans ist einsehbar.

Was dort künftig entstehen soll

Das Gebiet ist rund 7000 Quadratmeter groß und umfasst neun Flurstücke. Die Gebäude, die dort entstehen sollen, sollen sich an der angrenzenden Gebäudestruktur orientieren. „Neben Einzelgebäuden sollen auch Mehrfamilienhäuser im Plangebiet vorgegeben werden, um das Gebiet flächensparend nutzen zu können.

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Daneben ist beabsichtigt, die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, um im Gebiet Wohngebäude mit einer sozialen Ausrichtung oder Wohnraum für Personengruppen mit besonderem Wohnbedarf zu ermöglichen“, fügte Mayer an.

Teil des Baulückenkatasters

Das Gebiet „Korisgaß, 1. Änderung“ ist Teil des Baulückenkatasters. Bei der Entwicklung des südlich angrenzenden Baugebiets Steinrenne wurde diese Änderung bereits angedacht. Wenn der bestehende Bebauungsplan gültig bleibe, gäbe es dort keine Möglichkeit für Wohnungsbau.

Beim beschleunigten Verfahren kann auf Umweltprüfung und Umweltbericht, auf eine zusammenfassende Erklärung sowie auf eine frühzeitige Unterrichtung und Erörterung verzichtet werden.