Ein Unbekannter hat den Privat-Pkw eines Mitarbeiters des Ordnungsamts mutwillig beschädigt. Er traktierte die Windschutzscheibe des Wagens mit einem Stein. Dies berichtete Steißlingens Bürgermeister Benjamin Mors im Gemeinderat. Hölscher arbeitet im Gemeindevollzugsdienst – und es wird vermutet, dass ihn dies zur Zielscheibe der Tat machte. Denn es gibt negative Äußerungen in den sozialen Medien.

Erklärung von Gemeinderat und Bürgermeister

Der Bürgermeister strich heraus, dass es sich um eine Straftat handle und diese nicht zu akzeptieren oder verbal zu unterstützen sei. Alle Gemeinderäte applaudierten. „Dieses Verhalten wird von der Gemeinde, dem Gemeinderat und dem Bürgermeister zutiefst verurteilt“, heißt es in einer Erklärung von Gemeinderat und Verwaltung.

Bürgermeister Benjamin Mors bedauerte, dass es immer wieder zu Bedrohungen oder Gewalt gegen Polizei und Behörden komme: „Leider auch bei uns in Steißlingen.“ Der Gemeindevollzugsdienst war 2015 im Zusammenhang mit dem Verkehrskonzept eingeführt worden. Der Vollzugsdienstmitarbeiter will auch präventiv wirken. So hilft er beispielsweise als Parklotse bei Veranstaltungen wie dem Musiksommer.

Vollzugsdienst soll Einhaltung des Parkraumkonzepts gewährleisten

Zu den Zielen des Gemeindevollzugsdienstes gehören unter anderem die Bekämpfung von Vandalismus und die Einhaltung des Parkraumkonzepts. Auch ist er am See unterwegs, um unerlaubte Zutritte zum See zu verhindern. Hier gilt es sowohl Parkverstöße zu ahnden als auch den Naturschutz zu gewährleisten. Zu Erfolgen gehört auch das Aufdecken des Drogenhandels im Ortskern.

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„Ich bin überzeugt, dass viel positives durch den Gemeindevollzugsdienst erreicht werden kann“, sagte Mors zusammen. Dabei sei es natürlich nicht angenehm auf Fehlverhalten angesprochen zu werden. Er ruft auf: „Wer das Gefühl hat, ungerecht behandelt zu werden, kann jederzeit mit den Verwaltungsmitarbeitern oder mir sprechen.“

Und: „Drohung, Sachbeschädigung und sonstige Gewalt ist nicht nur bedauerlich, sondern eine Straftat und ein Grenzübertritt! Unsere Gesellschaft und auch unsere Gemeinde brauchen Regeln, die eingehalten werden müssen. Unser kommunaler Ordnungsdienst soll dazu einen Teil mit beitragen“, so Mors.