Die Einweihungsfeier war schon geplant, und dann kam Corona. Kindergartenleiterin Simone Eisenhardt bedauerte es sehr, dass die Familien bei der Einweihung nicht dabei sein konnten. Aber alle hoffen sehr, dass die große Feier nachgeholt werden kann, inklusive eines Bobby-Car-Rennens. Ein solches wäre das Geschenk der Gemeinde gewesen, die maßgeblich am Gelingen des Um- und Neubaus beteiligt war.

Aktuell wird noch am Außengelände gearbeitet, so konnte die Bobby-Car-Strecke auch nicht getestet werden. Bürgermeister Benjamin Mors freute sich aber auf ein Wettrennen in der Zukunft, und Architekt Johann Nägele sagte seine Teilnahme spontan zu. „Der Kinderhaus war unser erstes kommunales Projekt in Steißlingen“, freute er sich. Die Zusammenarbeit habe viel Freude bereitet und so seien Räume entstanden, die Groß und Klein noch viel Spaß böten. Bürgermeister Benjamin Mors erklärte: „Der Neubau sichert die Kinderbetreuung in Steißlingen. Das Gebäude bietet nun eine zusätzliche Krippen und Kindergartengruppe.“ Zudem gibt es nun Ganztagesbetreuung, Schlafräume, eine Mensa und Sozialräume für die Mitarbeiter.

Pfarrer Engelbert Ruf lief mit Weihwasser durch das ganze Haus. Kindergartenleiterin Simone Eisenhardt hielt das „Weihwasserbecken“.
Pfarrer Engelbert Ruf lief mit Weihwasser durch das ganze Haus. Kindergartenleiterin Simone Eisenhardt hielt das „Weihwasserbecken“. | Bild: Susanne Schön

Beim Bau des Kinderhauses wurde nicht nur Wert auf baubiologisch unbedenkliche Materialien gelegt. Auch Schallschutz, Elektroinstallation, Sanitäranlagen und anderes mehr sind auf dem neuesten Stand der Technik. Zu den Räumen gibt es ein pädagogisches Konzept, welches den Kindern und Mitarbeitern erlaubt, das Kinderhaus mit Leben zu erfüllen.

„Es gibt in den Gruppenräumen eine Art Basislager, damit sich die Kinder identifizieren können und eine Heimat haben“, erklärte Simone Eisenhardt. Doch sind sie auch thematisch eingerichtet. Dies ermögliche eine breitere Ausstattung zu den Themen Lebensalltag und Musik, Bauen und Technik, Atelier und Schrift, Bauen und Naturwissenschaft sowie Bewegung und Werken. Die Kinder können die Räume wechseln und so alle Erfahrungen sammeln. Zudem wird weiterhin auch das Dorf und die Natur erforscht. Dazu kommt noch der abgetrennte Krippenbereich. „Das neue Haus ist nicht nur eine Tageseinrichtung für Kinder, sondern ein Ort der Begegnung, wo Kinder miteinander leben, sich wohlfühlen, Freunde finden und ganz neue Erfahrungen machen können“, freut sich Simone Eisenhardt.

Bürgermeister Benjamin Mors überreichte unter dem wohlwollenden Blick von Pfarrer Engelbert Ruf ein Bobby-Car an Kindergartenleiterin Simone Eisenhardt (v.l.).
Bürgermeister Benjamin Mors überreichte unter dem wohlwollenden Blick von Pfarrer Engelbert Ruf ein Bobby-Car an Kindergartenleiterin Simone Eisenhardt (v.l.). | Bild: Susanne Schön

Diese Begegnung soll die ganze Familie einschließen. So gibt es durch die neuen Räume auch für die Eltern die Möglichkeit, sich zu vernetzen oder ein Beratungsgespräch zu suchen. Erziehungspartnerschaftlicher Dialog nennt sich das im Fachjargon. Die Gemeindeassistentin Nicole Tutuianu, die den Bau begleitete, fasst es so zusammen: „St. Elisabeth ist ein Garten, in dem Kinder gehegt und gepflegt werden. So können sie wachsen und erblühen.“ Pfarrer Engelbert Ruf ließ es sich nicht nehmen, im kleinen Rahmen jeden Raum mit Weihwasser zu segnen. So bekamen die Anwesenden eine kleine Führung, bei der nur das Trappeln kleiner Füße und Kinderlachen fehlte.

75 Jahre Geschichte. 75 Jahre Erfahrung. 75 Jahre Journalismus. Sichern Sie sich jetzt für kurze Zeit ein ganzes Jahr zum Jubiläumspreis von 75 €.