Das Helmut-Schütz-Gedächtnis-Golfturnier mit 48 Teilnehmern war ein emotionales, bei dem selbstverständlich auch der sportliche Aspekt nicht vernachlässigt wurde. Trotz Krankheit hatte der Radolfzeller Unternehmer Helmut Schütz noch nicht an seinen Tod gedacht. Seine Witwe Monika Schweizer sagt heute: „Der Tod stand noch nicht auf dem Plan“. Das Ehepaar spielte gerne zusammen Golf und wollte noch viele gemeinsame Runden über den Golfplatz gehen. Aber es kam anders: Helmut Schütz erlag im September vergangenen Jahres seiner Krebserkrankung.

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Der Golfsport war für ihn eine Leidenschaft. „Golfen war sein Ein und Alles“, erzählt Monika Schweizer. Wenn es ums Golfen gegangen war, sei er sogar früh am Morgen aus den Federn gesprungen wie ein junges Reh – obwohl er kein Frühaufsteher gewesen sei. Oft habe er versucht, Freunde und Geschäftspartner für diesen schönen Sport zu begeistern, erzählt seine Witwe.

Warum Golf ein so faszinierender Sport ist

Für sie selbst ist der Golfsport wie eine Meditation. „Das Golfen erfordert volle Konzentration auf die Sache“, erklärt sie. Außerdem bewege man sich viel an der frischen Luft und lerne tolle Menschen kennen. Sie erklärt das Suchtpotential des Golfens so: Spielt man einen Tag sehr gut, will man schnell wieder auf den Golfplatz, um die eigene Leistung zu bestätigen. Spielt man dann schlecht, müsse man erst recht wieder auf den Platz, um das eigene Spiel zu verbessern. Golfen sei eine Leidenschaft und ein technischer Sport, der lebenslanges Lernen erfordere. Oder: Der Golfsport ist körperlich und mental fordernd und hält Körper und Geist fit.

Weil der Verstorbene gerne Golfturniere mitspielte und sich auch in sozialen Bereichen einbrachte, entstand die Idee eines Gedächtnisturniers. „In Verbindung von Golf und der Unterstützung eines sozialen Projektes setzte ich die Idee mit tatkräftiger Unterstützung von Pellegrino Tornetta in die Tat um“, so Monika Schweizer. Auch habe sie eine großartige Unterstützung von Annette Günther, Geschäftsleitung des Golfplatzes Steißlingen, erhalten.

Jeder Turnierteilnehmer bekam diese besonderen Golfbälle geschenkt.
Jeder Turnierteilnehmer bekam diese besonderen Golfbälle geschenkt. | Bild: Sandra Bossenmaier

Wanderpokal macht Hoffnung auf Fortsetzung

„Der Turniertag Ende Mai war eine rundum gelungene Veranstaltung“, schildert Pellegrino Tornetta rückblickend. Ein Hauptfaktor beim Golfen sei das Wetter und das habe von Anfang an perfekt gepasst. Am Ende der sportlichen Herausforderung habe man gemeinsam gegessen und den Tag ausklingen lassen. Für Tornetta ist der Golfsport ein Ausgleich in der Natur. „Golf ist eine erfüllende Sportart, die mich jedes Mal neu herausfordert“, ergänzt er. Dabei dürfe man das Thema Fitness nicht unterschätzen.

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Übrigens wurden an die Sieger der unterschiedlichen Spielklassen des Turniers Wanderpokale aus Holz übergeben. Es kann also darauf gehofft werden, dass ein solches Golfturnier auch im nächsten Jahr stattfinden wird.