Der Steißlinger Gemeinderat hat sich in seiner jüngsten Sitzung nicht nur mit Corona, sondern auch mit dem Klimawandel beschäftigt: Die Räte stimmten vier Änderungen des Flächennutzungsplans der Verwaltungsgemeinschaft zu, unter denen sich auch der Antrag für das Sondergebiet „Solarpark Beuren„ befand.

Die Fläche sei kleiner geworden, weil die Umwandlung einer Waldfläche schwer sei, erläuterte Laura Mayer vom Fachbereich Bau, Technik und Umwelt. „Es handelt sich um eine Freiflächenanlage wie bei uns.“ Während in Steißlingen das Projekt umgesetzt wird, stehe man in Beuren noch am Anfang des Verfahrens.

Unterstützung für „Windpark Brand“

Ebenfalls um regenerative Energien ging es bei den Beratungen zur Beteiligung an der Projektentwicklung „Windpark Brand“ in Tengen. Nach den positiven Erfahrungen mit dem Windpark Verenafohren waren sich Rat und Verwaltung einig, auch dieses Projekt unterstützen zu wollen.

Neben einem positiven wirtschaftlichen Ergebnis spiele auch die Unterstützung der Energiewende zur Reduzierung des CO²-Ausstoßes eine wichtige Rolle. „Zudem könnten die Gemeindewerke bei einer Beteiligung ihr eigenes bilanzielles Portfolio zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien deutlich erhöhen“, erklärte Hauptamtsleiter Matthias Fix, der auch an der Spitze der Gemeindewerke steht.

35.000 Euro für Projektierungskosten

Er sah bei höherer Windstärke und effektiveren Windrädern einen größeren Profit im Vergleich zum Windpark Verenafohren. Der Gemeinderat beschloss eine Beteiligung an den Projektierungskosten in Höhe von 35.000 Euro.

Die Gesamtkosten seien noch nicht abzuschätzen, da auch noch nicht klar ist, ob es drei Windräder im Windpark Brand gebe oder eventuell je zwei im Windpark Brand und einem möglichen Windpark Staufenberg. Erst nach der Projektierung würde der Beschluss zur Beteiligung anstehen.

Fahrrad-Leasing für Mitarbeiter

Ein weiterer Beitrag zur Senkung des CO²-Ausstoßes wurde mit dem Beschluss getätigt, ein Bike-Leasing für Mitarbeiter der Gemeinde anzubieten. Für den Arbeitgeber sei dies nicht mit Kosten verbunden, so Bürgermeister Benjamin Mors. Aber die Gemeinde sei so ein attraktiver Arbeitgeber. Zugleich würde die Parkplatzsituation in der Dorfmitte entschärft. Durch die Bewegung an der frischen Luft würden die Mitarbeiter zudem ihre Gesundheit fördern.

Es folgte eine Diskussion, ob damit nicht nur einfach neue Fahrräder gekauft würden. Immerhin würde die Gemeinschaft der Steuerzahler für die Förderung aufkommen. Der Bürgermeister wollte dies nicht so recht glauben, da die Mitarbeiter selbst zahlen müssten. Der Vorteil ergebe sich aus steuerlichen Gründen. Es seien auch alle Eventualitäten während der Vertragslaufzeit bedacht. Die Gemeinde übernehme eine Versicherung und sei Vertragsnehmer. Ein Überlassungsvertrag regle die Verantwortung.

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