Der Gemeinderat von Steißlingen hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem kommunalen Finanzbericht und den Auswirkungen der Pandemie auf den Haushalt beschäftigt.

Vorläufiges Ergebnis für 2020

Kämmerin Nadja Scheffel stellte das vorläufige Haushaltsergebnis für das Jahr 2020 vor. Zwar seien noch nicht alle Buchungen eingegangen, doch zeichne sich ein Ergebnis ab. Die Gewerbesteuer des Jahres 2020 könne erst 2022 endgültig veranlagt werden. Doch finde hier eine Kompensation durch Unterstützungsprogramme von Bund und Land statt. Wie die Einnahmen sinken, könne also noch nicht gesagt werden.

Auch im Kindergartenbereich gibt es ein Minus, aktuell beträgt es 32.000 Euro. Ebenso hatte das Freibad durch die späte Öffnung Mindereinnahmen von etwa 13.200 Euro. Während die Einnahmen in der Pandemie gesunken sind, stiegen die Ausgaben – beim Freibad beispielsweise um 22.200 Euro.

Manche geplante größere Baumaßnahme wurde auf 2021 verschoben, zum Beispiel der geförderte Wohnungsbau in der Derststraße, Breitbandausbau oder die Kläranlage. So lag der prognostizierte Endbestand an liquiden Eigenmitteln bei 9.249.753 Euro.

Blick auf Finanzjahr 2021

Nadja Scheffel wagte außerdem einen ersten Blick auf das Finanzjahr 2021. Sie sagte, die Gewerbesteuereinnahmen würden voraussichtlich die die Planungen überschreiten. Damit erhöhten sich auch die Schüsselzuweisungen des Landes und die kommunale Investitionspauschale.

Im Familienleistungsausgleich sei aber mit weniger zu rechnen. Coronabedingt kam es zu Mehrausgaben von rund 34.000 Euro, beispielsweise für Schnelltests, Masken, Testzentrum und Impftage. Im Ergebnishaushalt 2021 werde es vermutlich bei einem negativen Ergebnis bleiben. Trotzdem liegen die liquiden Eigenmittel voraussichtlich bei 7.788.672,25 Euro.