Kunst- und Kultur haben in Steißlingen einen hohen Stellenwert. Das zeigte sich am Bürgertag, dem Klemenzenfest-Montag. Mancher Programmpunkt musste ausfallen, doch die Verleihung des Bürgertellers fand statt.

Auszeichnung für Kunst- und Kulturkreis

Dieser ging nicht nur an Gunther Roos und Hubert Zimmermann, sondern mit ihnen auch an den Kunst- und Kulturkreis (KKK), der 2003 gegründet wurde. Zimmermann kommt aus Steißlingen und kehrte 2008 dorthin zurück. Roos zog von Hamburg nach Steißlingen und übernahm ab 2007 erst den Vizeposten im KKK und dann den Vorsitz, den er bis heute inne hat. Man traf immer wieder aufeinander und es entstanden viele interessante Projekte.

„Mir fehlte in Steißlingen eine aktive und vernetze Kunstszene“, erklärte Bildhauer Hubert Zimmermann. Er baute sich ein Haus, welches nicht nur Wohnraum ist, sondern auch als offenes Atelier und Ausstellungsraum dient. Aus der Ausstellung „Denk mal Baum“ ging im Jahr 2012 die „Baumgruppe“ hervor, der Künstler aus der Region angehören.

Kunstweg in der Pandemie

Heraus ragte der KKK beispielsweise bei der ungewöhnlichen Ausstellung im Abbruchhaus „Umbruch“. Auch durch die Corona-Pandemie ließen sich die Künstler nicht ausbremsen und initiierten den „Kleinen Kunstweg“. Bürgermeister Benjamin Mors lobte das Engagement der Geehrten und hob unter anderem die Ausstellungen im Rathaus hervor: „Hubert Zimmermann und Gunther Roos bildeten eine Einheit. Sie kamen zum Vermessen und beratschlagten lange. Wenn dann die Bilder kamen, hatte jedes den perfekten Platz.“

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Der Leiter des Kunstmuseums Singen, Christoph Bauer, hielt die Bürgerrede. Er arbeitete den Stellenwert der Kunst in Steißlingen heraus und lud dazu ein, neue Wege zu gehen. So solle man die Natur mit allen Sinnen erleben und sie nicht nur schützen oder nützen. Er lobte die Verbindung moderner Kunst – beispielsweise die Skulpturen von Hubert Zimmermann – mit dem Erhalt traditioneller Kunstwerke.