Es war ein spontanen Richtfest im kleinen Kreis: Der Rohbau des Projekts für geförderten Wohnungsbau in der Derststraße ist fertig. Und kurz nach dem Richtfest war auch das Dach gedeckt. Die Pandemie hat auch hier Einfluss auf die Abläufe. So war ein großes Richtfest nicht denkbar. Der strenge Winter hatte den Bauverlauf erschwert und nun bangt man etwas, ob der Engpass an Baustoffen zu Verzögerungen führen wird.

Nach dem Abbruch des Bestandgebäudes gab es im November, ebenfalls im kleinen Kreis, den Spatenstich für den Neubau des kommunalen Mehrfamilienhauses. Es entstehen sieben Mietwohnungen von Zwei- bis Vierzimmerwohnungen und Größen von 45 bis 104 Quadratmetern.

„Die Wohnungsnot ist in der Mittelschicht angekommen“

Bürgermeister Benjamin Mors freute sich, dass voraussichtlich im kommenden Jahr Familien einziehen können. Diese brauchen einen Wohnberechtigungsschein. Der Bürgermeister bekannte, dass er sich am Morgen vor dem Richtfest die Zeitungsannoncen angesehen habe. „Da suchen auch Bauingenieure und Lehrer bezahlbaren Wohnraum. Die Wohnungsnot ist in der Mittelschicht angekommen“, ist er sich sicher.

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Umso mehr freut es ihn, dass Steißlingen nun bezahlbaren Wohnraum bieten könne. Möglich sei dies auch durch die Förderung des Landes. Das Projekt ist mit Kosten von 1,8 Millionen Euro geplant. Bisher ist man im Kostenplan. Die Förderung durch das Land in Höhe von 600.000 Euro sorgt dafür, dass die Mieten niedrig bleiben.

Die Gemeinde vermietet, nicht ein Investor

Man habe sich für 30 Jahre dazu verpflichtet. „Da die Gemeinde Steißlingen Eigentümerin der Wohnungen ist und nicht ein Investor, glauben wir an eine langfristige Sicherung sozial verträglicher Mietpreise“, sagt Mors.

Das Mehrfamilienhaus soll zum Jahresende fertig sein. Dann werde noch an der Außenanlage gearbeitet, bevor im kommenden Frühjahr bei einem Tag der offenen Tür die Wohnungen besichtigt werden können. „Denn anschauen geht nur, wenn noch keiner drin wohnt“, sagt der Bürgermeister.