Das Klemenzenfest hält die Tradition mehrtägiger Feste hoch und beweist dabei gleichzeitig, dass diese Tradition lebendig ist. Der Namensgeber des Festes Klemenz ist nicht wie in anderen Orten der Kirchenpatron, dann würde es nämlich Remigiusfest heißen. Die Gebeine des Katakombenheiligen Klemenz brachte ein Pfarrer nach Steißlingen. Das Kirchenfest mit Festgottesdienst und Prozession wurde auch in diesem Jahr von einer bunten weltlichen Feier umrahmt. Die Steißlinger Vereine und die Gemeinde stellten ein abwechslungsreiches Programm zusammen.

Die Ausstellung von Thomas Notheisen im Rathaus wurde am Donnerstag eröffnet und läuft noch bis zum 6. Oktober. Am Sonntag nutzen viele Besucher die Chance, mit dem Künstler zu reden. Ebenfalls vom Kunst- und Kulturkreis veranstaltet wurde der Kabarettabend am Samstag.

Martin Herrmann brachte die Zwerchfelle der Torkelbesucher am Freitag als Song- und Ökokabarettist zum Beben. .Bild: Susanne Schön
Martin Herrmann brachte die Zwerchfelle der Torkelbesucher am Freitag als Song- und Ökokabarettist zum Beben. | Bild: Susanne Schön

Martin Herrmann nannte seinen Auftritt nicht nur Songkabarett, sondern bezeichnete sich auch als ersten Ökokabarettisten. Dabei reichten seine Wortspiele und humorvollen Ausführungen von ernst zu nehmenden Anregungen bis zum Gipfel des Nonsens. Frei nach der Definition von Robert Gernhardt: Nonsens ist konsequent verweigerter Sinn. Er sang über anonyme Überholiker und gespülte Joghurtdeckelchen. Den Steißlingern gefiel es: Sie lachten von Herzen und applaudierten begeistert.

Sehr gut besucht war auch das Pfälzer Weinfest des Musikvereins in der Torkel am Klemnzenfestsamstag. .Bild: Susanne Schön
Sehr gut besucht war auch das Pfälzer Weinfest des Musikvereins in der Torkel am Klemnzenfestsamstag. | Bild: Susanne Schön

Am Samstag konnte man dank des Musikvereins wieder ein Stück Pfalz erleben. Das Pfälzer Weinfest war gut besucht und nicht nur die pfälzer Weine sorgten für beste Stimmung. Die Besucher nutzten die Chance zum gemütlichen Beisammensein in der Herrentorkel. Gut, dass der Ausschank gegen 22 Uhr endet, denn bis zum Sonntagmorgen musste ja alles wieder gerichtet sein.

Denn in der Torkel ging es dann, dank der Vereine, mit dem Klemenzenfest weiter. Sie sorgten dort und beim Festplatz sowie im Künstlercafé in der Schulmensa für Musik und Verpflegung. Der Vergnügungspark lädt heute zum Besuch ein.