Sie ist zwar keine gebürtige Steißlingerin und sie malt nicht nur Steißlinger Motive und doch ist ihr Schaffen ein wichtiger Bestandteil des Steißlinger Kulturlebens – Lieselotte Brunner-Wendel. Geboren ist sie in Frankfurt am Main. Sie studierte Kunst und stellt seit 1968 aus. Seit 1974 wohnt sie in Steißlingen.

Zu den Bildern, die die Gemeinde bereits von ihr erworben hatte, kamen nun weitere zwölf Pastellgemälde hinzu. Diese wurden nach den Wünschen der Künstlerin in einem Raum im Rathausaltbau aufgehängt. Dieser heißt ganz offiziell Brunner-Wendel-Raum.

Ein Raum für Besprechungen und kleinere Veranstaltungen

Mit einem großen Massivholztisch ist er ein idealer Besprechungsraum und soll auch kleineren Veranstaltungen dienen, erklärte Bürgermeister Benjamin Mors bei der Eröffnung. Er blickte mit seinem Vorgänger Artur Ostermaier sowohl auf das Wirken der Künstlerin als auch auf den Werdegang der kleinen, aber feinen Dauerausstellung. Dazu gehören neben den Gemälden auch literarische Werke von Brunner-Wendel.

Wie die Malerin die Landschaft sieht

Der Künstlerin war es aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich, bei der Ausstellungseröffnung anwesend zu sein. Mit ihren Werken geht es ihr darum, den historischen Blick auf die unvergleichliche Kulturlandschaft von Hegau und Bodensee auch für die nachkommenden Generationen zu erhalten und deren unschätzbaren Wert zu vermitteln.

Eine Persönlichkeit voller Energie

Dabei hat es ihr der Himmel angetan, der ihre Bilder durchaus dominiert. Manch ein Betrachter glaubt, solch einen Himmel gebe es nicht und doch konnte ein anderer berichten, genau solche Farben und Wolkenformationen schon gesehen zu haben.

Wie ihr großes Vorbild Johann Wolfgang von Goethe arbeitet sie daran, zu verstehen, was die Welt im Innersten zusammenhält. Die zierliche Frau sprüht vor Energie, wenn sie über Bodensee und Hegau spricht. Ihre Liebe zur Region ermöglicht ihr, diese auf ganz besondere Weise abzubilden.