Bald ist es wieder so weit: Die Wiechser Schlosshexen laden am 17. August zum Brunnenfest. Ab 18 Uhr ist der Platz rund um den Narrenbrunnen wieder ein Dorfplatz und die Straße gesperrt. Die Schloßhexen beweisen ihre große Gastfreundschaft, und da sie nicht nur bei vielen Narrenfreunden der ganzen Region einen guten Eindruck hinterlassen, empfiehlt es sich, sich rechtzeitig einen Platz zu sichern. Denn um 19.30 Uhr demonstrieren die Schloßhexen auch ihr schauspielerisches Talent.

Seit Monaten Proben

Und das beweisen sie dieses Mal nicht mit der Aufführung von fastnachtlichen Brauchtum, sondern mit dem Stück „Alle wollen Linda!“ Die Theatergruppe hofft darauf, dass viele Besucher Zeit finden, die Uraufführung zu verfolgen. Damit das ein Genuss wird, wird schon seit Monaten fleißig geprobt sowie am Bühnenbild und den Requisiten gefeilt. So früh wie in diesem Jahr waren die Laienschauspieler noch nie in der Originalkulisse im vereinseigenen Theaterwagen. Da die Straße für die Proben nicht gesperrt werden kann, sieht es immer wieder aus, als beginne bald eine Autokino-Vorführung. Bei den Proben werden dann schon mal Mülltonnen zu gemütlichen Stehtischen, an denen sich die Akteure, die gerade nicht agieren, mit spontan erschienenen Zuschauern unterhalten.

Seelenbalsam für die Witwe

„Alle wollen Linda!“ von Walter G. Pfaus führt in eine Familie, wie es sie auch in Wiechs geben könnte. Die verwitwete Linda (Kristina Ehrenbach) sucht mit ihrer Tochter (Anja Goldmann) eine Frau für ihren Bruder (Alexander Fuchs). Denn während sie an allen Fronten Großes leistet, genießt dieser gerne mal ein Bier zu viel. Für Verwirrung sorgen der vergessliche Vater (Arnold Forster) und Maria Herz als Mutter. Und dann gibt es noch den Pfarrer (Yannick Leibbach), der nach einer Nachfolgerin für seine Haushälterin sucht. Seelenbalsam für Linda ist der Handwerker (Nikolas Schöpf), der den tropfenden Wasserhahn reparieren soll, aber sich auch um das Wohl von Linda kümmert . . . Regie führt wieder Sandra Strüver, und als Einsagerin sorgt Katrin Schley für die passenden Worte.