Die Kreisverkehrswacht Konstanz-Hegau zog bei ihrer Hauptversammlung im Hotel Sättele eine erfolgreiche Bilanz. Mit 329 Mitgliedern ist man die größte Verkehrswacht im Regierungsbezirk Freiburg und die zweitgrößte im Land Baden-Württemberg. Die erfolgreiche Arbeit im vergangenen Jahr hänge auch mit dem Steißlinger Fahrdynamischen Zentrum (FDZ) und seinen optimalen Schulungsmöglichkeiten zusammen, so der Vorsitzende Willi Streit. Am Zenrum befindet sich auch die Geschäftsstelle der Kreisverkehrswacht.

Willi Streit weist Kritik an Schulbefreiungen zurück

Die Kritik am Konstanzer Einsatz der Verkehrskadetten am Brückentag vor dem 1. Mai 2018 wies Willi Streit entschieden zurück. "Es ist mir wichtig, Ihnen klar darzustellen, dass diese Freistellung nicht beliebig erfolgte und somit gegen die Schulpflicht oder das Schulgesetz verstoßen wurde." Zuvor habe man in vierfacher Weise überprüft, ob die Schüler freigestellt werden können. In allen betroffenen Fällen habe eine Genehmigung der jeweiligen Schulleitung vorgelegen.

Verkehrskadetten sollen mehr Befugnisse bekommen

Zur Erweiterung der Befugnisse der Verkehrskadetten hat die Konstanzer Verkehrswacht bei der Hauptversammlung der Landesverkehrswachten im Mai 2018 einen Antrag eingebracht. Sollte er genehmigt werden, könnten Verkehrskadetten mit rechtlicher Befugnis bei der Verkehrsregelung eingesetzt werden, ähnlich, wie es in der Schweiz bereits der Fall ist.

Über die Aktivitäten der in Baden-Württemberg einmaligen Jugendorganisation Verkehrskadetten der Kreisverkehrswacht Konstanz berichtete deren Leiter Dennis Adelmann. So habe man 2017 mit 48 Mitgliedern bei 81 Einsätzen 6396 ehrenamtliche Stunden geleistet. Dabei kam auch der Spaß nicht zu kurz, etwa beim Zeltlager.

Mehr als 10 000 Stunden an ehrenamtlicher Tätigkeit

Im Jahresbericht ging Vorsitzender Willi Streit auf die Aktivitäten ein. 11 145 Stunden an ehrenamtlicher Tätigkeit seien für die Verkehrswacht 2017 geleistet worden. Dazu hätte man sechs Personen in Vollzeit das ganze Jahr über beschäftigen müssen. Es ging vor allem um vorschulische Verkehrserziehung. Hier ist die Kreisverkehrswacht in der glücklichen Lage, dass mit Nicole Schwegler, Jürgen Vorbringer und Dirk Vairo drei Moderatoren für die Kindergärten zur Verfügung stehen.

Für die Radfahrausbildung der Grundschüler steht seit Oktober 2015 eine stationäre Jugendverkehrsschule im Steißlinger FDZ zur Verfügung. Diese Einrichtung werde von fast allen Grundschulen des Landkreises in Anspruch genommen, berichtete Streit der Versammlung.

Training steht auch Senioren offen

Auf großes Interesse sei das Mobilitätstraining für Senioren im FDZ gestoßen. Die Moderatoren Uli Merk und Guido Schopp erhielten dafür schriftliche Bewertungen zum Thema "Senioren trainieren hinterm Steuer". Neu ist das Pedelec-Training, für das Werner Hubenschmid als Fahrsicherheitstrainer für E-Bikes zur Verfügung steht. Schatzmeisterin Cornelia Rappenecker präsentierte der Versammlung eine ausgeglichene Kassenbilanz. Zum neuen Geschäftsstellenleiter wählte die Versammlung Harald Grömminger.