Annette Loosen war 2019 die Stimmenkönigin der Gemeinderatswahl in Steißlingen – von allen Kandidatinnen erhielt sie die höchste Stimmenzahl, nur zwei Männer schnitten besser als sie ab. Sie ist zwar neu im Gremium, aber sie war in ihrem Geburtsort in Rheinland-Pfalz bereits Gemeinderätin. „Mein Vater war langjähriger Gemeinderat. Damit war es mir sozusagen in die Wiege gelegt, dass man sich für den Wohnort und die Bevölkerung engagieren sollte.“ Ihr Vater habe ihr beigebracht, dass es sich lohne, für seine Ideen und Vorstellungen einzutreten und sich aktiv für die Interessen der Bürger und die Gemeinde einzusetzen.

Sie ist auch Präsidentin des Deutsch-Französischen Clubs

Als sie vor 14 Jahren der Liebe wegen nach Steißlingen zog und dort eine Familie gründete, brachte sie sich gerne in den Steißlinger Vereinen ein, um aktiv das Dorfleben mitzugestalten. Aktuell ist sie vielen als Präsidentin des Deutsch-Französischen Clubs bekannt. „Für mich ist das Engagement in den Vereinen ein gutes Mittel, um etwas zu bewegen und mitzugestalten“, erklärt die 45-Jährige.

Der Wille mitzugestalten war auch ihr Beweggrund für die Kandidatur zum Gemeinderat. „Mit dem tollen Ergebnis habe ich nicht gerechnet, freue mich aber natürlich sehr“, gibt die Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler zu.

Die nachhaltige Gestaltung der Gemeindefinanzen ist ihr wichtig

Ihr Beruf spiegelt sich in ihren Themenschwerpunkten wieder. Annette Loosen arbeitet als Betriebswirtin in der Schweiz. Ihr sind die nachhaltige Gestaltung der Gemeindefinanzen ebenso wichtig wie der schonende Umgang mit den Ressourcen. Ihr Interesse an Nahversorgung inklusive medizinischer Versorgung, die Themengebiet eVereine/Kultur/Sport sowie Kinder und Jugend spiegeln sich in ihrer Mitgliedschaft im Ausschuss für Kultur, Sport, Fremdenverkehr und Soziales.

„Die Vorbereitung auf die Sitzungen ist zeitintensiv, aber sehr interessant und spannend. Wir haben zu vielen Themen bereits kontrovers diskutiert. Es ist spannend, die unterschiedlichen Meinungen und Aspekte zu betrachten und gegeneinander abzuwägen“, blickt Annette Loosen auf die ersten Gemeinderatssitzungen.