Die Kapelle in Wiechs ist nicht nur für die Einwohner ein wichtiges Gebäude. „Auch viele Steißlinger besuchen bei uns Gottesdienste“, weiß Ortsvorsteher Alexander Fuchs. „Die Kapelle ist als Kulturgut förderwürdig“, hob Bürgermeister Benjamin Mors hervor, als man im Gemeinderat über diverse bauliche Maßnahmen diskutierte. Die St.-Konrad-Kapelle ist 152 Quadratmeter groß. Der Haupteingang wurde vor 40 Jahren zugemauert, damit ein Beichtstuhl Platz fand. Das Baurechtsamt mahnte nun an, dass die Kapelle einen zweiten Notausgang brauche. Zumal das Seitenportal nur ein Meter breit und zwei Meter hoch ist und nur nach innen geöffnet werden kann.

Bereits vor drei Jahren fragte Pfarrer Meier beim Ortsvorsteher an, ob ein zehnprozentiger Zuschuss für die Öffnung des Hauptportals gewährt werden kann. Im Jahr darauf erörterten Baurechtsamt, Erzbischöfliches Bauamt und Untere Denkmalbehörde die Notwendigkeit der Maßnahme. Es wurden Kosten von 50 000 Euro errechnet. Der Kirchenbauförderverein hat einen Zuschuss von 15 000 Euro zugesagt.

Komplette Sanierung ist nicht zu finanzieren

Im Zuge der Portalöffnung soll auch die Gebäudesubstanz saniert werden. Eine komplette Außensanierung mit Fassadenanstrich ist, bei Kosten von 228 000 Euro, für die Kirchengemeinde nicht zu tragen. Für die nötigsten Arbeiten an Dachgebälk und Fassade sind Kosten von 140 000 Euro geplant. Das Erzbischöfliche Ordinariat stellt eine Zuschuss von 43 500 Euro in Aussicht.

Die Kirchengemeinde bat nun auch die Gemeinde um einen Zuschuss. Bürgermeister Benjamin Mors erklärte, dass man in der Vergangenheit Innensanierungen mit zehn Prozent und Außensanierungen mit 20 Prozent bezuschusste. Der Gemeinderat stimmt dem zu. Zumal der Ortsvorsteher von seinen positiven Gesprächen mit Bürgern und Vereinen über Eigenleistungen berichtete. Diese könnten beispielsweise in der Schaffung eines Weges bestehen.

Allgemeinheit soll die Kapelle nutzen können

Angeregt wurde zudem der Passus, dass der Zuschuss bei Verkauf in Höhe der Abschreibung fällig werde. So soll eine Nutzung für die Allgemeinheit gesichert werden. „Die Abhaltung von Gottesdiensten können wir nicht verlangen“, erklärte der Bürgermeister.