Gemeinde und Gewerbe luden gemeinsam zu einem Unternehmertreffen ein. In der Produktionshalle von Kersten Europe sprach Bürgermeister Benjamin Mors verschiedene Themen an, die Kommune und Gewerbetreibende gemeinsam betreffen. Dazu gehörte sowohl der Stand des Gewerbegebiets Vor Eichen I als auch dessen Erweiterung sowie die Schaffung von Lagerflächen, die Digitalisierung und die angekündigten Betriebsbesichtigungen. Zudem regte der Bürgermeister einen Tag der Offenen Türe an und stellte die Gemeindewerke vor.

Der Vorsitzende des Gewerbevereins, Hugo Maier war sich sicher, dass man gemeinsam viel erreichen könne. Das wäre beispielhaft am Anschluss an das schnelle Internet ablesbar. "Das Steißlinger Gewerbe hat mehr zu bieten als Arbeitsplätze und Gewerbesteuer!" Den Imagegewinn für den Ort habe man zum Beispiel bei den 15. Steißlinger Gartentagen erleben können. "Ich finde es gut, dass sie die Betriebe besichtigen wollen", erklärte er Richtung Bürgermeister. Denn es sei wichtig zu sehen, was hinter der Fassade passiert und die Bedürfnisse der Gewerbetreibenden zu kennen.

Werbung für das Gewerbegebiet

Der Gastgeber Kersten Europe gehört zu den weltweit führenden Spezialisten im Bereich der Biegetechnologie. Und hat Niederlassungen in den Niederlanden, Deutschland, Polen und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Gebogen werden Profile und Bleche aus Eisen- und Nichteisen-Werkstoffen nach Kundenspezifikation vor allem in den Bereichen Architektur und Transportsysteme. Siebzig der insgesamt zweihundert Mitarbeiter arbeiten in Steißlingen.

Interessiert lauschten die Unternehmer den Informationen der Verwaltung und nutzen die Gelegenheit sich zu vernetzen.
Interessiert lauschten die Unternehmer den Informationen der Verwaltung und nutzen die Gelegenheit sich zu vernetzen. | Bild: Susanne Schön

Interessiert lauschten die über fünfzig Unternehmer den Ausführungen des Bürgermeisters das Gewerbegebiet "Vor Eichen" betreffend. "Unser Standort ist attraktiv, da er weit weg von Wohnbebauung ist und durch die Nähe zur Autobahn gut zu erreichen ist", wusste Benjamin Mors. Darum seien die Plätze des ersten Bauabschnitts schon so gut wie verkauft. Zwei Firmen haben schon gebaut, zwei weitere Firmen hätten notariell beglaubigte Verträge und für die letzten Quadratmeter gibt es bereits ernsthafte Interessenten. So würde nun die Erschließung eines weiteren Bauabschnitts geplant. Hier könnte es auch kleinere Bauplätze geben, denn dafür gebe es Bedarf, wusste Mors. Er riet den Unternehmern auch zu Zusammenarbeit. Vor allem beim Bedarf von Lagerflächen sah er günstige Synergieeffekte, wenn Unternehmer kooperierten. Für ein Gründerzentrum sei Steißlingen aber zu klein.

Der Bürgermeister betonte, dass er das Versprechen von Wahlkampf und Leistungsschau einhalten werde und mit den Besichtigungen aller Betriebe beginnen werde. "Die Reihenfolge ist keine Wertung", betonte er. Gleichzeitig lud er die Unternehmer ein, den Kontakt zu ihm zu suchen. Er regte zudem an einen Tag der Offenen Türe zu organisieren, in dem sich die Betriebe der Öffentlichkeit vorstellen könnten.

Bürgermeister Benjamin Mors gab unter anderem Auskunft zum Stand im Gegewerbegebiet "Vor Eichen".
Bürgermeister Benjamin Mors gab unter anderem Auskunft zum Stand im Gegewerbegebiet "Vor Eichen". | Bild: Susanne Schön

Zudem wurden die Gemeindewerke als Unternehmen vorgestellt. Leiter der Gemeindewerke ist Matthias Fix, auch als Kämmerer und Wirtschaftsförderer aktiv ist. "Wir haben noch Gemeindewerke", freute sich der Bürgermeister. Es sei ein toller Betrieb, der mehr als Stromversorgung zu bieten habe. Gemeinsam mit Matthias Fix versprach er den Unternehmern: "Wir haben ein offenes Ohr für sie!"

Nachdem der Facebook-Auftritt und die Instagram-Seite seit über drei Monaten online sind, verkündete der Bürgermeister den nächsten Schritt in Richtung "Digitales Rathaus". Die kostenlose "Bürger-App" auch CityHub genannt geht noch diese Woche online. Mit der Einrichtung dieser App kann die Gemeinde Steißlingen das vom Land Baden-Württemberg geförderte Projekt im Rahmen der Förderausschreibung "Städte und Gemeinden 4.0 – Future Communities" umsetzen.

Mit der Bürger-App beispielsweise möglich Schadensmeldungen direkt vor Ort zu dokumentieren und an die Gemeindeverwaltung weiter zu leiten. Zudem können Homepage und Amtsblatt dort abgerufen werden. Touristen finden dort diversen Unterkunftsmöglichkeiten, Lokale und Gaststätten in der Gemeinde. Zeitgleich bietet die Bürger-App die Möglichkeit, die attraktivsten Sehenswürdigkeiten des Hegaus und der näheren Umgebung kennen zu lernen. Die Bürger-App bietet zudem den Gewerbetreibenden eine Plattform sich zu präsentieren.

Bürgermeister Benjamin Mors (links) und Matthias Fix informierten über die Leistungen der Steißlinger Gemeindewerke.
Bürgermeister Benjamin Mors (links) und Matthias Fix informierten über die Leistungen der Steißlinger Gemeindewerke. | Bild: Susanne Schön

Um Bürgern und Touristen die Bürger-App im Rathaus leicht zugänglich zur Verfügung stellen zu können, soll in den nächsten Tagen ein freies WLAN im Foyer des Rathauses der Gemeinde Steißlingen eingerichtet werden. Darauf folgen soll ein freies WLAN im Freibad am Steißlinger See.