Die kommunale Entwicklung ist eng mit der wirtschaftlichen Entwicklung einer Gemeinde verbunden. In Steißlingen wurde das beim Unternehmertreffen sichtbar. Zum zweiten Mal luden Gemeinde und Gewerbeverein gemeinsam ein. Dieses Jahr wurden die Veeser Plastic-Werke im neuen Gewerbegebiet besucht. Michael Veeser selbst gab einen Einblick in die speziellen Gegebenheiten seines Unternehmens. Nach eine virtuellen Information ging es in die Produktion, bevor man sich für weitere Informationen und zum Austausch traf.

Michael Veeser, geschäftsführender Gesellschafter, führte eine der drei Gruppen durch die Produktion und erläuterte die Prozesstechnik.
Michael Veeser, geschäftsführender Gesellschafter, führte eine der drei Gruppen durch die Produktion und erläuterte die Prozesstechnik. | Bild: Susanne Schön

Vor dem gemütlichen Teil, bei dem rege die Gelegenheit zum Netzwerken genutzt wurde, gab Bürgermeister Benjamin Mors den Unternehmern noch relevante Informationen. Dabei ging es um die Anbindung der Gewerbegebiete an den öffentlichen Nahverkehr, die Parksituation und die Pläne für die kommende Erweiterung Vor Eichen II. Aus Gründen der Verkehrssicherheit konnten Parkverbotszonen eingerichtet werden. Doch gebe es weiterhin keine ausgewiesenen Parkplätze. Auch gegen dauerparkende Wohnmobile könne man nichts unternehmen, da man keine eigenen Regelungen treffen könne, erläuterte Benjamin Mors. Radolfzell, das als Positiv-Beispiel genannt wurde, könne dagegen selbst Parkverbote erlassen.

Bürgermeister Benjamin Mors stellte die Zukunft des Gewerbegebiets „Vor Eichen“ vor.
Bürgermeister Benjamin Mors stellte die Zukunft des Gewerbegebiets „Vor Eichen“ vor.

„Der Nahverkehr im Gewerbegebiet verbessert sich mit dem neuen Fahrplan“, erläuterte Mors. Denn es werde eine weitere Haltestelle geben und die Taktungen, in denen die zwei Haltestellen angefahren werden, soll sich ebenfalls erhöhen. Die Unternehmer merkten an, dass die Überquerung der Straße vom Gebiet Vor Eichen zum Gebiet Hard, in dem die Bushaltestellen sind, für Fußgänger sehr gefährlich sei, da diese die Landesstraße 223 ohne Querungshilfe kreuzen müssten.

Genehmigungsverfahren für Vor Eichen ist bereits angelaufen

Die Erweiterung von Vor Eichen wird kommen. Das Genehmigungsverfahren ist bereits angelaufen. Eventuell könnte über den Winter ausgeschrieben und damit im Frühjahr mit der Erschließung begonnen werden. Dank kleinerer Grundstücke könnten eventuell auch kleinere Betriebe aus dem Ortskern sich hier ansiedeln. In diesem Zusammenhang fragten die Unternehmer an, warum es im Landkreis so lange dauere, bis mit dem Bauen begonnen werden könne.

Nächste Aktion des Gewerbevereins: der Weihnachtsmarkt

Es wurde ein konkretes Beispiel genannt, in dem ein Gutachten vom Landratsamt gefordert wurde und auch erbracht wurde, woraufhin das Landratsamt ein Gegengutachten erstellte. Solches Verhalten ziehe das Bauen unnötig in die Länge. Als positives Beispiel, wie es auch gehe, wurde der Landkreis Tuttlingen genannt. Bürgermeister Mors waren die Probleme bekannt. Er sei wie auch andere Bürgermeister bemüht, eine Verbesserung zu schaffen. Doch die Gespräche mit dem neuen Landrat zeigten noch keine konkrete Wirkung.

Als Vorsitzender des Gewerbevereins dankte Hugo Maier dafür, dass „man sehen konnte, was in dem Gebäude passiert“. Er bat die Anwesenden, sich für den Tag der offenen Türe im kommenden Mai anzumelden. Nächste Aktion des Gewerbevereins ist der Weihnachtsmarkt am 7. Dezember.

 

Veeser Plastic-Werk

Franz Veeser gründete 1948 in Konstanz das Veeser Plastic-Werk. Seit 1991 ist Michael Veeser geschäftsführender Gesellschafter. Im Juli vergangenen Jahres fand der Spatenstich im Steißlinger Gewerbegebiet statt. Heute arbeiten dort 50 Mitarbeiter. Zudem gibt es ein Tochterunternehmen in der Slowakei.

Auf 12 000 Quadratmetern werden, auf dem neuesten Stand der Fertigungstechnik und Logistik, Spritzgussteile gefertigt und versandt. Die Produkte werden in den Bereichen Automobil, Hausgeräte, Verpackungen, Medizintechnik, Maschinenbau und Büromöbel bis hin zu Spielwaren verbaut. Dabei geht es bei Veeser Plastic-Werk sowohl um intelligente Prozesstechnik und Qualität als auch um ein besseres Produkt zu günstigeren Konditionen.

So entsteht nach einem kreativen Prozess ein Produkt aus einem Teil, welches zuvor aus mehreren bestand. Für die Montage beim Kunden wird nur ein Prozessschritt benötigt, wo früher viele anstanden. Komplexe Baugruppen entstehen, indem Folgeprozesse direkt mit den Spritzgießmaschinen gekoppelt werden.

Veeser Plastic-Werk

Der Unternehmer Franz Veeser gründete 1948 in Konstanz Veeser Plastic-Werk. Seit 1991 ist Michael Veeser geschäftsführender Gesellschafter. Im Juli vergangenen Jahres fand der Spatenstich im Steißlinger Gewerbegebiet statt. Heute arbeiten dort 50 Mitarbeiter. Zudem gibt es ein Tochterunternehmen in der Slowakei.

Auf 12.000 Quadratmetern werden auf dem neuesten Stand der Fertigungstechnik und Logistik Spritzgussteile gefertigt und versandt. Die Produkte werden in den Bereichen Automobil, Hausgeräte, Verpackungen, Medizintechnik, Maschinenbau und Büromöbel bis hin zu Spielwaren verbaut. Dabei geht es bei Veeser Plastic-Werk sowohl um intelligente Prozesstechnik und Qualität als auch um ein besseres Produkt zu günstigeren Konditionen.

So entsteht nach einem kreativen Prozess ein Produkt aus einem Teil, welches zuvor aus vielen bestand. Was wiederum für die Montage beim Kunden nur einen Prozessschritt benötigt, wo früher viele anstanden. Komplexe Baugruppen entstehen, indem Folgeprozesse direkt mit den Spritzgießmaschinen gekoppelt werden.