Während sonst in der Region die mehrtägigen Feste mit einem Feierabendhock ausklingen, starten die Steißlinger noch einmal richtig durch. Früher waren am Klemenzenfest-Montag die Pforten der Schule geschlossen, das geht heute mit den vielen auswärtigen Schülern und berufstätigen Eltern nicht mehr.

Aber noch heute nehmen sich viele Steißlinger frei, um morgens die Bürgerfeier zu besuchen und mittags den Blaulichtorganisationen ihren Respekt zu zollen. Danach ging es auch in diesem Jahr zum Feiern in den Vergnügungspark auf dem Festplatz.

Neue Fahrzeuge für DLRG und Feuerwehr

Fahrzeugweihen am Klemenzenfest haben eine gewisse Tradition. So passte es auch in diesem Jahr gut, dass sowohl Feuerwehr als auch DLRG neue Fahrzeuge bekommen haben. Diese wurden in einer kleinen Feierstunde gesegnet und in Dienst gestellt.

Die neuen Fahrzeuge von Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und Feuerwehr Steißlingen wurden bei der Schule feierlich gesegnet, bevor es zur Jahresübung der Einsatzkräfte an die Torkel ging.
Die neuen Fahrzeuge von Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und Feuerwehr Steißlingen wurden bei der Schule feierlich gesegnet, bevor es zur Jahresübung der Einsatzkräfte an die Torkel ging. | Bild: Susanne Schön

„Unser Fahrzeug hat schon einige Einsätze in und um Steißlingen gehabt“, erklärte Manuel Seidel, der Vorsitzende der DRLG-Ortsgruppe Steißlingen. Er war selbst mit dem Fahrrad auf Spendentour gegangen – und dabei konnten neben der Gemeinde weitere Unterstützer gewonnen werden, führte er weiter aus.

70 000 Euro für die Feuerwehr

Bürgermeister Benjamin Mors überreichte dem Kommandanten der Feuerwehr Steißlingen, Andreas Maier, den Schlüssel: „Die Gemeinde unterstützt die Blaulichtorganisationen gerne mit 100 000 Euro.“ Von der Summe gingen 70 000 Euro an die Feuerwehr. Die Fahrzeuge waren ein Zeichen der Wertschätzung von Verwaltung, Gemeinderat und Bürgern für die ehrenamtlichen Retter.

Die Einsatzkräfte von DRK und Feuerwehr arbeiten eng zusammen. Im Bild (von links): Patrick Rigling und Ralf Emminger.
Die Einsatzkräfte von DRK und Feuerwehr arbeiten eng zusammen. Im Bild (von links): Patrick Rigling und Ralf Emminger. | Bild: Susanne Schön

Ein weiteres Zeichen war das große Interesse an der gemeinsamen Jahresübung von DLRG, DRK und Feuerwehr. Auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Hannes Oexle zeigte sich beeindruckt von der großen Zahl der Zuschauer, darunter auch viele Kinder und Jugendliche. Während die Fahrzeugübergabe noch bei der Schule stattfand, wurde die Jahresübung in und um die Torkel absolviert.

Dach der Torkel in Flammen

Übungsszenario war ein Feuer, welches durch Handwerker-Arbeiten entstanden war: In kürzester Zeit stand das Dach der Torkel in Flammen und ein verletzter Handwerker meldet weitere Personen im Gebäude. Die Feuerwehr Steißlingen rückte mit vier Fahrzeugen sowie dem neuen Mannschaftstransportwagen an.

Sascha Rapp moderierte die gemeinsame Jahresübung von DRK, DLRG und Feuerwehr und hatte den Zuschauern viel Interessantes zu berichten.
Sascha Rapp moderierte die gemeinsame Jahresübung von DRK, DLRG und Feuerwehr und hatte den Zuschauern viel Interessantes zu berichten. | Bild: Susanne Schön

Dazu kam noch die Drehleiter aus Singen. Beeindruckend war, wie die Feuerwehrmänner ihre Fahrzeuge durch die engen Straßen lenkten und den perfekten Aufstellungsort fanden.

DRK und DLRG leisten Erste Hilfe

Auch die Mitglieder des DRK-Ortsverein zeigten ihr Können. Ihren Verbandsplatz hatten sie vor dem Geschäft von Hugo Maier eingerichtet. Bereitschaftsleiter Sven Hänsel, Vorsitzender Artur Ostermaier und Bereitschaftsarzt Fritz Grüninger verfolgten das Geschehen genau und waren zurecht stolz auf ihre ehrenamtlichen Retter.

Die Kräfte des DLRG sind normalerweise für die Rettung aus dem Wasser zuständig. Im Ernstfall leisten sie auch Erste Hilfe, wenn niemand vom Roten Kreuz anwesend ist. Bei der Jahresübung im Ortskern waren sie aber auch dabei und stellten sich und ihre Ausrüstung der Öffentlichkeit vor.

Nach der Übung auf den Festplatz

Nach der Übung musste aufgeräumt werden, dann fand die Übungsbesprechung in der Torkel statt. Und nachdem sich die Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK und DLRG gestärkt hatten, bewiesen sie ihren Mut noch bei allerlei Fahrgeschäften im Vergnügungspark.

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Dabei durfte eine Fahrt im Autoscooter natürlich nicht fehlen. Dieser Teil des Klemenzenfest-Montags ist für das Zusammenwachsen der Blaulichtorganisationen ebenso wichtig wie die Jahresübung. Denn im Ernstfall müssen sich die ehrenamtlichen Retter blind aufeinander verlassen können.