Beim Weihnachtsmarkt in Steißlingen gibt es keine wild blinkenden Lichterketten, sondern sanft schimmerndes Licht, keine künstlichen Aromen sondern Bratwurst und Kerzenwachs, keine laute Musik sondern zarte Klänge. Einmal mehr genossen die Steißlinger und ihre Gäste das einzigartige Ambiente ihrer Torkel. Die über 50 Stände des Weihnachtsmarkts fanden in und um die Torkel herum ihren Platz. Die Aussteller wissen das Dach über dem Kopf zu schätzen. Man ist hier auch etwas windgeschützt und alles ist etwas offener als in den Hütten vor der Torkel.

Der Christbaum ist kleiner, dafür wirken die Schafe besser.

Mitten in der Torkel ist die lebendige Krippe. Dass sie ein wichtiger Anlaufpunkt ist, zeigte sich unter anderem mit den Bemerkungen zum Christbaum. Denn der fiel dieses Jahr deutlich kleiner aus – aber so kämen die Schafe besser zur Geltung und es sei auch ein besserer Überblick gegeben, waren sich die Besucher einig.

An über 50 Ständen hatten die Besucher des Steißlinger Weihnachtsmarkts die Qual der Wahl in der Torkel, im Torkelgarten sowie in der Kirchstrasse. Vor allem der große Anteil an Kunsthandwerkern lockt in das Hegaudorf.
An über 50 Ständen hatten die Besucher des Steißlinger Weihnachtsmarkts die Qual der Wahl in der Torkel, im Torkelgarten sowie in der Kirchstrasse. Vor allem der große Anteil an Kunsthandwerkern lockt in das Hegaudorf. | Bild: Susanne Schön

Für Musik sorgte zum Beispiel die Gemeindemusikschule. Mit „Lichte(r)klänge zum Advent“ stimmten sie zu Marktbeginn in der Remigiuskirche auf die kommenden Stunden und die Adventszeit ein. Viele Besucher nutzten die Oase mit Musik und Texten, um für eine Stunde dem Trubel zu entgehen. Danach fand sich immer wieder die Gelegenheit für einen gemütlichen Plausch mit Freunden, sei es an wärmenden Feuer oder bei wärmenden Speisen und Getränken.

Marvin Klotz und Jasmin Huber erfreuten mit ihren filigranen Werken aus Holz nicht nur Gabriele Köhler und Jürgen Bruder (von links).
Marvin Klotz und Jasmin Huber erfreuten mit ihren filigranen Werken aus Holz nicht nur Gabriele Köhler und Jürgen Bruder (von links). | Bild: Susanne Schön

Kunsthandwerker freuen sich über Stammkunden und Stimmung

Neben einem breit gefächertem kulinarischen Angebot, mit welchem meist Vereine den Besuchern die Qual der Wahl bescherten, gab es allerlei an Kunsthandwerk zu entdecken. Marvin Klotz und Jasmin Huber präsentierten zum ersten Mal ihre filigranen Schmuckstücke aus Holz. „Wir wussten ja gar nicht, dass ihr so etwas macht“, sagten Gabriele Köhler und Jürgen Bruder erfreut, bevor sie sich gleich ein paar der dekorativen Stücke sicherten. An neuem Standort fanden sich die Schmuckstücke aus alten Kaffeekapseln von Ilona Geiser und Gabriele Kienzler. „Wir haben Stammkunden, die ihre Sammlung stetig vergrößern, aber auch immer wieder neue Kunden, die interessiert nachfragen“, berichtete Ilona Geiser und lobte die gute Stimmung.

Mireille Martin kommt immer wieder gerne zum Weihnachtsmarkt nach Steißlingen. Ihr gefallen die Ausstellungsmöglichkeiten in der Torkel sowie die gute Stimmung.
Mireille Martin kommt immer wieder gerne zum Weihnachtsmarkt nach Steißlingen. Ihr gefallen die Ausstellungsmöglichkeiten in der Torkel sowie die gute Stimmung. | Bild: Susanne Schön

Auch Karl-Max Schönenberger hat Stammkunden – sie bringen sogar die leeren Honiggläser zum Weihnachtsmarkt mit, wenn sie bei ihm ihren neuen Honig kaufen. Im Angebot hatte er Leckeres für Jung und Alt: Für die Kinder gab es Honigbären, für andere wie Horst Niestroj ein Glas Glühmet.

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Vereine sorgen für Dünnele und Kunst

Auch die Vereine nutzen den Weihnachtsmarkt. So sorgte der Motorsportclub für handgefertigte ofenfrische Dünnele. „Unsere Dünnele kommen vom Herzen“, erklärte Christian Herz, der stetig den Ofen gemäß der Kundenwünsche bestückte. Aber auch abseits von Verpflegung mischten die Vereine mit: Neben dem Musikalischen war auch die darstellende Kunst mit dem Kunst und Kulturkreis vertreten. Dieser hatte wieder den Torkelkeller erobert, wo Manfred Lieser las oder Kunstwerke zum Staunen einluden.

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