Gerade den letzten Durchlauf findet Thomas Obitz spannend: „Auf nasser Fahrbahn abbremsen und einem Hindernis ausweichen? So etwas kannst du im normalen Straßenverkehr nicht einfach mal ausprobieren.“ Der Mann aus Engen ist dankbar, dass er diese Gefahrensituation durchexerzieren darf. Zusammen mit 36 weiteren SÜDKURIER-Lesern hat er in den vergangenen drei Stunden auf dem Trainingsgelände in Steißlingen eine Einführung in die Arbeit der Kreisverkehrswacht Konstanz-Hegau bekommen.

Das könnte Sie auch interessieren

Aber nicht nur das. Als einer von vier Freiwilligen hat sich Thomas Obitz mit seinem schwarzen BMW an den unterschiedlichsten von Trainer Matthias Vossbeck aufgebauten Hindernissen versucht.

Video: Schottmüller, Daniel

Vollbremsung bei Tempo 70. Ausweichmanöver ohne Abbremsen. Oder – so wie jetzt – mit Tempo 50 auf nasser Fahrbahn ein Hindernis ansteuern und im letzten Moment abbremsen und zur Seite fahren.

Alles gar nicht so einfach. Vor allem, wenn man dabei von den anderen Teilnehmern des „SÜDKURIER öffnet Türen“-Angebots genau beobachtet wird.

Auch nach drei Stunden noch bester Laune: Die Leser erleben auf dem Trainingsgelände der Verkehrswacht einen spannenden Nachmittag.
Auch nach drei Stunden noch bester Laune: Die Leser erleben auf dem Trainingsgelände der Verkehrswacht einen spannenden Nachmittag. | Bild: Schottmüller, Daniel

Blickrichtung entscheidet

Zum Glück gibt Matthias Vossbeck Hilfestellung per Funk. Sein Rat für den Abschlussdurchlauf: „So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich lenken.“ Und: „Man fährt in die Richtung, in die man blickt. Achtet darauf, dass ihr nicht die Hindernisse anstarrt, sondern dahin schaut, wo ihr letztlich hinwollt.“

Matthias Vossbeck (links) und Alfred Haag leiten die Fahrübungen an.
Matthias Vossbeck (links) und Alfred Haag leiten die Fahrübungen an. | Bild: Schottmüller, Daniel

Zugegeben, den ein oder anderen orange-weißen Kegel nehmen die vier Leser bei dieser Übung mit, am Ende zeigt sich aber nicht nur Vossbeck zufrieden: „Uns geht es darum, dass die Teilnehmer sich an die eigenen Grenzen und die ihrer Fahrzeuge herantasten“, erklärt der Koordinator der Sicherheitstrainings, Alfred Haag.

Das könnte Sie auch interessieren

Haags Motto: Man lernt nie aus. „Ich selbst fahre seit Jahrzehnten Motorrad, trotzdem absolviere ich jedes Frühjahr ein Sicherheitstraining.“ Der Koordinator würde sich wünschen, dass sich gerade jüngere Fahrer gezielt auf Risikosituationen vorbereiten: „In der Fahrschule lernst du das nämlich nicht.“

Bild: Schottmüller, Daniel

Neues Auto, neue Herausforderung

Und welches Fazit zieht Thomas Obitz am Ende des Nachmittags? „Jedes Auto reagiert anders“, sagt der Engener. „Spätestens wenn ein Fahrzeugwechsel ansteht, kann ich mir vorstellen, wieder an einem solchen Training teilzunehmen.“

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €