Der Neubau des Pflegezentrums Helianthum in Steißlingen mit 87 zusätzlichen Pflegeappartements ist nach 13 Monaten Bauzeit fertig. Fast 15 Millionen Euro sind in das Gebäude neben dem bestehenden Haus investiert worden. "Die letzten Wochen waren etwas stressig, aber wir haben es mit kleinen Einschränkungen geschafft", sagte Geschäftsführer Oliver Stellfeld vor den geladenen Gästen. Die Steißlinger können das Gebäude heute und morgen an zwei Tagen der offenen Tür von 11 bis 17 Uhr besichtigen.

Senioren ziehen ein

16 Senioren haben den Neubau bereits seit November bezogen, informierte Stellfeld. Die Räumlichkeiten sind in sechs Wohngruppen unterteilt, jeder Bereich hat eine Küche, in der die Senioren mitkochen können. Es werde zwei bis drei Demenzstationen geben. Die Belegung solle nach und nach erfolgen. "Uns fehlt es im Moment noch an Personal, gute Fachkräfte zu finden, ist schwierig", sagte Stellfeld. Er allein hätte es nicht geschafft, das Projekt zu verwirklichen und dankte seinen Mitarbeiterinnen Yvonne Sprenger (Verwaltung), Anita Nitsch (Hauswirtschaft) und Andrea Ferdinand (Pflegedienstleitung).

Zusammenarbeit mit der Gemeinde funktioniert

Bürgermeister Benjamin Mors ist angesichts der angespannten Situation im Pflegebereich stolz einen privaten Anbieter einer Pflegeeinrichtung in Steißlingen zu haben. Die Angebote für demente Senioren hält er aufgrund der Bevölkerungsentwicklung für unabdingbar. Der zentrale Standort des Pflegeheims im Ortskern und die Vernetzung in den sozialen Bereich der Gemeinde sei ein großer Vorteil. "Außerdem wird eine Toilette für die Spielplatzbesucher von außen aus zugänglich sein, dafür sind wir dankbar", sagte Mors. Er bedankte sich auch für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde.

Auch für den Investor ein Großprojekt

Werner Schilcher vom Münchner Investor Primus Concept wusste ebenfalls nur Gutes über das Miteinander zwischen Geschäftsführer und Investor zu berichten. "Das ist nicht selbstverständlich", sagte Schilcher, weil viel Gelde im Spiel war und es auch schwierige Situationen gemeinsam zu überstehen galt. Er zollte Stellfeld seinen Respekt für die "visionäre Leistung", das Projekt entwickelt und verwirklicht zu haben. Die Investition habe sich gelohnt, seit Juli sind alle Appartements verkauft. Achim Niess, Geschäftsführer der Finanzkanzlei am See, war für die Vermarktung der Appartements zuständig. Er äußerte sich ebenfalls begeistert über die Entwicklung des Projekts. 40 Appartements seien gleich bei der ersten Veranstaltung von Steißlingern reserviert worden.

Den ökumenischen Segen Gottes für das neue Haus brachten die evangelische Pfarrerin Martina Stockburger und der katholische Pfarrer Siegfried Meier. Ein Haus sei mehr als ein Dach über dem Kopf, sagte Stockburger. Es biete Schutz und Geborgenheit und die Bewohner sollen sagen können: "Hier bin ich zu Hause." Die Kirchen wollen auch im Neubau Ansprechpartner sein.