Ein Klassikkonzert, bei dem mit den Füßen getrampelt, getanzt und gesungen werden darf? Beim interaktiven Familienkonzert „Sinfonie und Tastenzauber“ mit der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz war das möglich. Normalerweise besucht das Ensemble Schulen, um seinen jungen Zuhörern die Faszination der Klassik zu vermitteln. Corona-bedingt ist dies derzeit nicht möglich. So lud Moderator Marco Simsa am vergangenen Samstagnachmittag in die Singener Stadthalle ein. Ganz locker und kindgerecht stellte Simsa die Instrumente und das Ensemble unter Dirigent Jascha von der Goltz vor, der mit seinem Taktstock (“Nein, Zauberstab!“, so von der Goltz) die Leitung hat.

Mit viel Witz moderierte Marco Simsa (rechts) hier mit Dirigent Jascha von der Goltz, das Familienkonzert der Südwestdeutschen ...
Mit viel Witz moderierte Marco Simsa (rechts) hier mit Dirigent Jascha von der Goltz, das Familienkonzert der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz. | Bild: Holle Rauser

Donnergrollen der Pauken funktioniert auch mit den Füßen

Unter dem Motto „Was ist dein Lieblingslied?“ entlockte Simsa dem Orchester verschiedene Stücke Beethovens. „Beethoven hat Musik für jede Lebenslage geschrieben, ob man traurig oder fröhlich ist. Am besten man hat viele Lieblingslieder von ihm“, stellte der Moderator fest. Während das Orchester den Zuhörern die ganze Bandbreite Beethovens eröffnete, erzählte Simsa nebenbei aus dem Leben des großen Komponisten.

Das Konzert umfasste ruhige Stücke wie die Mondscheinsonate oder den Klavierunterrichtsklassiker „Für Elise“ ebenso wie die gewaltige „6. Symphonie“, bei der die Kinder das Donnergrollen der Pauken mit den Füßen nachmachen durften.

Zu Musik wird natürlich auch getanzt: Schrittfolge haben Kinder und Eltern schnell drauf

„Natürlich wurde zu Beethovens Musik auch getanzt“, erklärte Marco Simsa. Bevor Eltern und Kinder die Schreittanz-Schritte am Platz ausführen durften, holte der Moderator sieben „Nachwuchsmusiker“ vor die Bühne. Sie durften einen Kontretanz mit Schellenringen begleiten.

Schreiten, Drehen, Verbeugen. Beim Familienkonzert wurde auch begeistert getanzt.
Schreiten, Drehen, Verbeugen. Beim Familienkonzert wurde auch begeistert getanzt. | Bild: Holle Rauser

„Vier nach rechts, nach links, vor und zurück“ – die Schrittfolge für den Tanz, die Simsa anschließend vormachte, hatten Kinder und Eltern schnell drauf. Besonders die Drehung und die höfischen Verbeugungen machten sichtlich Spaß. Auch Gesang durfte beim Familienkonzert nicht fehlen. Der berühmten „Ode an die Freude“ hatte Simsa dafür einen kindgerechten Text verliehen, den das Publikum vorab erhalten hatte. Das berühmte Werk war denn auch der Favorit der jungen Zuhörer, wie Marco Simsa zum Schluss feststellte.

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