17 neue Corona-Infektionen hat das Landratsamt zum Montag vermeldet, ein Großteil davon geht auf die beiden Häuser in der Laubwaldstraße und Ekkehardstraße zurück. Das bestätigt das Landratsamt Konstanz auf Nachfrage, nachdem die beiden Häuser am Freitagmorgen unter Quarantäne gesetzt wurden. Vor dem Wochenende hieß es, dass am Montag über das weitere Vorgehen entschieden wird, wenn die Ergebnisse der freiwillig absolvierten Coronatests der Bewohner vorliegen. Doch am Montag standen noch einige aus: Von 54 Tests waren zehn positiv, acht Ergebnisse fehlen noch.

Landratsamt-Pressesprecherin Marlene Pellhammer erklärt außerdem: „Bei acht Personen konnte bei der Abstrichaktion kein Abstrich vorgenommen werden, das wird nachgeholt.“ Wie viele Menschen sich mit der britischen Mutation des Coronavirus angesteckt haben, ist noch nicht klar.

Für die Bewohner bedeutet das, dass sie weiter in Quarantäne oder Isolation bleiben müssen. Entweder, weil sie selbst infiziert, oder weil sie eine direkte Kontaktperson sind, wie Marlene Pellhammer erklärt.

Bewohner haben sich an die Quarantäne gehalten

Die Behörden hatten sich zu der Maßnahme entschlossen, nachdem am Freitag elf Corona-Infektionen feststanden. Fünf davon mit der britischen Mutation, die als ansteckender gilt. Einige der Bewohner arbeiten in einer Stockacher Firma, wo sich mehrere Arbeiter mit der Virusvariante infizierten. Mit der Quarantäne solle eine weitere Ausbreitung verhindert werden, sagte Bürgermeisterin Ute Seifried. Dafür meldet ein von der Stadt bestellter Sicherheitsdienst, wenn jemand die Quarantäne bricht, und hält zudem Besucher fern.

Mitarbeiter des Ordnungsamts achten darauf, dass die Quarantäne nicht gebrochen wird: Um eine Ausbreitung der britischen Mutation des Coronavirus zu verhindern, stehen zwei Häuser in Singen unter Quarantäne.
Mitarbeiter des Ordnungsamts achten darauf, dass die Quarantäne nicht gebrochen wird: Um eine Ausbreitung der britischen Mutation des Coronavirus zu verhindern, stehen zwei Häuser in Singen unter Quarantäne. | Bild: Tesche, Sabine

Untersuchung auf Mutationen dauert länger

Das habe in den ersten Tagen gut geklappt und die Betroffenen hätten sich vorbildlich verhalten: „Die Leute haben sich an die Quarantäne gehalten.“ Manch einer habe sich am Montag zwar aus Gewohnheit auf den Weg zur Arbeit machen wollen, sei dann aber wieder ins Haus zurück. „Nun warten wir noch auf die Rückmeldungen des Labors“, so Seifried, dann soll das weitere Vorgehen mit dem Gesundheitsamt geklärt werden. „Die Untersuchung auf Mutationen dauert länger als die Feststellung, ob eine Coronavirusinfektion vorliegt“, sagt die Sprecherin des Landratsamtes erklärend.

Das könnte Sie auch interessieren

Entwarnung bei der Caritas: Keine weiteren Neuinfektionen

Auch Bewohner und Mitarbeiter der Caritas Singen-Hegau haben zuletzt zu steigenden Corona-Zahlen beigetragen: Zwischenzeitlich sind alle zehn Bewohner des Haus Christophorus positiv auf das Coronavirus getestet, außerdem zwei Mitarbeiter. Nachdem der Ausbruch kommuniziert wurde, habe man laut Caritas-Vorstand Wolfgang Heintschel keine weiteren Infektionen festgestellt. „Die Testungen heute in der Werkstätte waren Gott sei Dank negativ. Zur Zeit sieht es so aus, dass es bislang hier keine Infektion gegeben hat“, sagt Heintschel am Montag.

Das Haus St. Klara sei weiter in Quarantäne, nachdem ein Bewohner und eine Mitarbeiterin positiv getestet wurden. Mit regelmäßigen Tests will die Einrichtung sicherstellen, dass sich das Virus nicht in anderen Häusern ausbreitet.

Das könnte Sie auch interessieren