Die Apotheke im Singener Real-Markt war eine der ersten, die in der Stadt Tests auf das Corona-Virus angeboten haben. „Im Februar ist die Stadt auf uns zugekommen und hat uns gefragt, ob wir das nicht machen könnten“, berichtet Apotheker Nils Gabriel. Doch zuletzt gab es Hürden.

Angebot kommt gut an

Der Reihe nach: „Da wir leider nicht über einen geeigneten Raum verfügen, um die Tests durchführen zu können, haben wir ein Zelt angemietet. Die Stadt hat im Februar und März dafür die Mietkosten von 300 Euro pro Monat übernommen, ab April hätten wir die Miete dann selbst tragen müssen“, sagt Gabriel. Das Angebot werde seitdem gut angenommen. „Wir machen am Tag etwa 50 Tests,“ rechnet der Apotheker vor, „dazu haben wir acht Personen aus unserem Team geschult,“ ergänzt er. Auch die Mitarbeiter der Apotheke testen sich selbst wöchentlich.

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Seit in den Unternehmen regelmäßig getestet werden muss, kamen diverse Firmen auf die Apotheke mit der Frage zu, ob deren Mitarbeiter sich dort testen lassen könnten. „Das war natürlich zeitlich und auch personell nicht für uns zu schaffen“, sagt Gabriel, „aber wir haben angeboten, Leute aus den Unternehmen zu schulen, damit diese dann ihr Personal selbst jede Woche korrekt testen können.“ Das Ganze ist mit einigem Aufwand und nicht unerheblichen Kosten verbunden.

Kosten ist das Stichwort

Als Dirk Oehle, Vorstand der IG Singen Süd als Vertreter der Industrie- und Gewerbetreibenden, von dem Engagement der Apotheke erfuhr, war er bereit, hier zu unterstützen. „Wir haben uns im Vorstand beraten und entschieden, die Mietkosten für das Zelt für die Monate April, Mai und Juni zu übernehmen“, sagt er gegenüber dem SÜDKURIER. „Ob wir das Zelt auch nach Juni noch brauchen werden, ist momentan völlig offen, da aus heutiger Sicht niemand weiß, in welchem Umfang dann noch getestet wird“, sagt Nils Gabriel. Dirk Oehle wolle l mit der Apotheke im Real-Markt an der Georg-Fischer-Straße aber in Kontakt bleiben, sagt er.