Seit Sonntag warten viele Singener Nutzer des Berliner Kabelfernsehanbieters Pyur vergeblich auf bewegte Bilder. „Kein Signal, heißt es seit Tagen“, klagt Marko Rosenkart in der Rubrik „Du bist aus Singen, wenn...“ in den sozialen Medien und hofft auf Informationen zu den technischen Zusammenhängen.

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Ein Umstand, den Singens Ehrenbürger Willi Waibel, bestätigen kann. „Ich habe sicher mehr als 50 Telefonate quer durch Deutschland geführt“, berichtet er. Als Anwohner und Ehrenbürger der Stadt habe er sich da durchaus in der Pflicht gesehen. Zug um Zug habe er nachgeforscht, um Details zu der Antennen-Misere zu erfahren. „Jetzt weiß ich zumindest, dass der Schaden an einem Schaltkasten hängt“, erklärt er. Um die 100 Nutzer im Bruderhofgebiet seien Kunden des Anbieters, der eine zentrale Antennenanlage betreibt. Ob wenigstens bis zu diesem Wochenende eine Lösung möglich sei, bezweifelt Waibel.

„Jetzt weiß ich zumindest, dass der Schaden an einem Schaltkasten hängt“, erklärt Anwohner Willi Waibel nach vielen Telefonaten quer durch die Bundesrepublik.
„Jetzt weiß ich zumindest, dass der Schaden an einem Schaltkasten hängt“, erklärt Anwohner Willi Waibel nach vielen Telefonaten quer durch die Bundesrepublik. | Bild: Arndt, Isabelle

Tim Stiehl, Pressesprecher des Pyur-Eigentümers Tele-Columbus ist zuversichtlicher: „Mittlerweile wurde mit dem Energieversorger Thüga vereinbart, ein Strom-Provisorium zu installieren“, berichtet er auf Nachfrage des SÜDKURIER, dass Pyur noch vor Wochenende mit einer Entstörung rechne. Die nötigen Vorarbeiten seien erledigt und der Servicedienstleister wolle eine provisorische Verbindung erstellen. Als Grund für die Störung nennt Stiehl einen Stromausfall zwischen zwei etwa 200 Meter voneinander entfernten Verstärkerpunkten.

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„Natürlich tut uns der Ausfall in diesen besonderen Zeiten sehr Leid und wir tun alles, damit die Störung behoben wird“, erklärt auch Tele-Columbus-Sprecher Sebastian Artymiak, nachdem sich seit Tagen die Beschwerden gehäuft hatten.