Die Tafel in der Südstadt hat wieder geöffnet. Seit das alte Zelt auf dem Gelände des Siedlerheims am 15. Januar durch einen Schneebruch zerstört worden war, hatte die Tafel in der Südstadt geschlossen. Dank der Vesperkirche konnte relativ schnell ein neues Zelt angeschafft werden.

„Als das alte Zelt zerstört wurde, bekamen wir eine große Welle von Unterstützungsangeboten“, sagt Udo Engelhardt, der Vorsitzende der Singener Tafel. Die Vesperkirche habe das neue Zelt bezahlt. Wegen der kalten Witterung konnte es jetzt erst fertig aufgebaut werden. Das Zelt wirkt deutlich größer. Bei einer Grundfläche von 6 x 12 Metern hat es eine Stockhöhe von 2,60 Metern.

Die Hälfte der Kunden sind vermutlich Rentner

„Wir freuen uns riesig, dass wir wieder aufmachen können“, sagte die Leiterin der Südstadt-Tafel, Christine Ghazouani. Auch ihr Team freut sich, hier an zwei Tagen die Woche ehrenamtlich mitarbeiten zu können. Am ersten Öffnungstag saßen schon vor 9 Uhr rund 20 Menschen vor dem Zelt und warteten auf die Öffnung um 9.30 Uhr. „Wir haben hier rund 45 Kunden pro Tag. Das sind dann – rechnet man es auf Familien hoch – rund 180 Menschen“, so Ghazouani. Etwa die Hälfte der Kunden seien vermutlich Rentner.

Alle Kunden sind froh, dass sie hier wieder mittwochs und freitags zwischen 9.30 und 11.30 Uhr bei der Tafel einkaufen können. Am ersten Tag ist die Auswahl besonders groß. Christine Ghazouani, die auch das Tafellager in Worblingen leitet, weiß, was die Kunden mögen und wieviel ungefähr an einem Ausgabetag gebraucht wird. Für den ersten Tag hatte sie als Überraschung noch einen kleinen Gutschein eines Discounters dabei, den jeder Kunde beim Bezahlen bekam.

Die Ausgabe im Zelt ist in Corona-Zeiten ideal

Udo Engelhardt geht davon aus, dass die Ausgabestelle der Singener Tafel in der Südstadt dauerhaft bestehen bleiben wird. Unter den Kunden sind einige, die früher zur Tafel am Heinrich-Weber-Platz gekommen sind. Diese seien froh, jetzt nicht mehr so weite Wege zu haben, da sie in der näheren Umgebung vom Siedlerheim wohnen. Die Ausgabe im Zelt sei in Corona-Zeiten ideal.