Mit einer besonderen Briefaktion möchte der Treffpunkt Horizont in den nächsten Wochen Menschen gewinnen, die anderen Menschen mit der Kraft der Worte Mut machen, um die herausfordernden Zeiten besser zu überstehen. Elisabeth Paul und Sandra Storz, die für das Programm im Treffpunkt Horizont verantwortlich sind, kamen auf diese Idee.

Zum Beginn der Fastenzeit stellten Elisabeth Paul und Sandra Storz ihre Idee den Medien vor. Eigentlich lädt diese Zeit zwischen Fasnacht und Ostern zum Verzicht ein. „Doch dieses Gefühl kennen wir seit Monaten“, sagt Elisabeth Paul. Wer will jetzt noch mehr verzichten? Die von ihr und Sandra Storz entwickelte Aktion „Herzworte„ soll Zeit und Raum schaffen für all diejenigen, die wegen der Corona-Pandemie eine besonders schwere Zeit durchleben. „Wir sind uns sicher, dass es viele Menschen gibt, die bereit sind, andere zu unterstützen, die es gerade schwerer haben“, sagt Elisabeth Paul.

Vom Grundgedanken her möchten die beiden Frauen mit ihrer Aktion Menschen durch Briefe verbinden, denn jeder freue sich bestimmt über ermunternde Worte in diesen schwierigen Zeiten, so Sandra Storz. „Worte, die von Herzen kommen, haben Kraft. Sie können trösten, begleiten, Hoffnung und Freude schenken. Vor allem aber verbinden“, sagt Sandra Storz.

Die Sehnsucht nach Begegnungen und Gesprächen ist groß, das wissen auch Sandra Storz und Elisabeth Paul, die zusammen für den Treffpunkt Horizont, das ist der Veranstaltungsraum auf dem Hospiz- und Palliativzentrum, verantwortlich sind. Doch Begegnungen jeglicher Art sind seit Monaten nicht möglich. Was bleibt, sind leere Räume.

So sehen die Umschläge der Herzworte aus, die über den Treffpunkt Horizont weitergeleitet werden.
So sehen die Umschläge der Herzworte aus, die über den Treffpunkt Horizont weitergeleitet werden. | Bild: Susanne Gehrmann-Röhm

Sandra Storz und Elisabeth Paul werden die Briefe an Menschen weiterleiten, die diese Aufmunterung gerade besonders gebrauchen können. Die von Herzen kommenden Briefe werden dann in einem eigens dafür geschaffenen Briefumschlag weitergeleitet. Wer seinen Brief nicht anonym schreiben möchte, kann sogar seine Adresse angeben. Wer weiß, vielleicht ist dann auch so etwas wie eine Brieffreundschaft möglich? Für die Weiterleitung der Briefe nutzen die Initiatoren das interne und externe Netzwerk des Hospizzentrums Horizont.

An diese Adresse können die Herzworte geschickt werden

Mit der Aktion rufen die Initiatorinnen Menschen im Hegau auf, einmal eine Postkarte zur Hand zu nehmen und für einen Menschen, den sie im Vorfeld nicht kennen, einen Brief oder eine Postkarte zu verfassen. Die Briefe oder Karten können bis zum 8. März im Treffpunkt Horizont, Hegaustraße 29 in Singen abgegeben werden. Auch Briefe per E-Mail seien möglich an die Adresse mail@treffpunkt-horizont.info