Zwei neue Geräte machen es möglich, dass sich die intensivmedizinische und anästhesiologische Versorgung der Patienten im Singener Klinikum verbessert. Die Anschaffung ist dem Krankenhaus Förderverein und der Bürgerstiftung zu verdanken. Wie Veronika Netzhammer bei der Übergabe im Beisein von Vertretern der beiden Hilfseinrichtungen sagte, sei die Spendenaktion, bei der rund 12.000 Euro zusammen kamen, nicht zuletzt das Ziel ihres vor etwa einem Monat gestorbenen Ehemannes Emil gewesen.

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„Beide Geräte sind sofort in die Anwendung gegangen“, versicherte Professor Frank Hinder jetzt bei der offiziellen Übergabe und Vorstellung der Geräte. Angeschafft werden konnten ein sogenanntes Video-Laryngoskop zur frühzeitigen Erfassung und Dokumentation von Schluckbeschwerden und ein Venensuchgerät.

Nutzung ohne Zeitverzug

Wie Frank Hinder erläuterte, kann über das Laryngoskop das Schlucken verschiedener Nahrungsmittel direkt im Rachen beobachtet werden. Auf der Intensivstation dient das Gerät vor allem der Erfassung und Therapie von Patienten, deren Schlucken nach einem Schlaganfall oder einem Schädelhirntrauma gestört ist. Es biete auch Schutz vor Lungenentzündung bei langer Intensivbehandlung. Eingesetzt wird das Gerät ferner bei Patienten mit Demenz und in der Geriatrie.

Die Funktion des zweiten Gerätes – eines Venensuchgerätes – ist auf der Haut mit bloßem Auge zu sehen. „Der Infrarot-Sensor im Gerät kann zwischen Gewebe und Blutgefäßen unterscheiden und lässt die Venen deutlich erkennen“, erklärte Professor Hinder. Durch die Projektion der Sensordaten können dadurch die identifizierten Blutgefäße quasi auf der Haut abgebildet werden und so die Erfolgsrate einer Punktion erhöht werden. Insbesondere bei Kindern, aber auch bei Patienten mit schwerer Adipositas sei die Punktion von Venen zur Blutabnahme oder Anlage eines Venenzugangs häufig erschwert.