Die Mitglieder der Grünen im Wahlkreis Singen-Stockach haben die Wahl: Drei Bewerber wollen Kandidat für die Landtagswahl im März werden. Wer nominiert wird, entscheiden die Mitglieder am Donnerstag, 16. Juli. Neben der Landtagsabgeordneten Dorothea Wehinger aus Steißlingen, treten Mario Hüttenhofer aus Singen und Saskia Frank aus Rielasingen-Worblingen an.

Hüttenhofer hat im Vorfeld der Nominierung drei Veranstaltungen, zwei davon online, angeboten. In der Letzten, auf der Gems-Wiese, ging es um politische Beteiligung. Hüttenhofer findet es gut, dass es drei Bewerber gibt: „So umkämpft war Singen selten und die Mitglieder haben die Wahl.“ Die grüne Gemeinderätin Jana Akyildiz aus Rielasingen-Worblingen gehört zu seinen überzeugten Unterstützerinnen. „Wir brauchen Power im Klimaschutz, das Thema muss an erster Stelle stehen“, so Akyildiz.

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Hüttenhofers Thema ist an diesem Abend unter dem Titel „Basis ist Boss! Landespolitik auf den Kopf gestellt“ die Beteiligungsmöglichkeiten der Parteibasis. Susanne Pantel, Vorsitzende der Freien Grünen Liste Radolfzell, moderierte. Hüttenhofer stellte die Möglichkeiten der Beteiligung bei den Grünen vor und sprach sich für mehr Frauenbeteiligung und ein Wahlrecht ab 16 Jahren aus.

Allgemein stellte er fest, dass viele Bürger ihre Interessen nicht mehr vertreten sähen und deshalb nicht mehr zur Wahl gingen. „Der Kontakt zu den Politikern fehlt“, sagte er. Das wolle er ändern. Ideen und Anliegen von der Basis und aus der Region in die Landespolitik zu bringen, sieht er als wesentliche Aufgabe eines Landtagsabgeordneten. Neben dem Klimaschutz ist der soziale Zusammenhalt sein zentrales Thema.

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Am Beispiel des Volksbegehrens „Pro Biene“ zeigte er auf, wie die Politik zu spät eine Initiative aufgegriffen und den Ausgleich mit den Landwirten gesucht habe. Solche Initiativen werde es immer mehr zum Beispiel auch zum Thema Klimaschutz geben: „Die meisten Menschen halten die Maßnahmen für nicht ausreichend.“