Der slowUp Schaffhausen-Hegau bringt puren Genuss auf die Straße, der normalerweise in dieser Form nicht möglich ist. Am Sonntag, 22. Mai, werden von 10 bis 17 Uhr die asphaltierten Straßen auf einem Rundkurs von 38 Kilometern für den motorisierten Verkehr gesperrt. Die breiten Straßen durch die wunderbare Landschaft der Grenzregion Schaffhausen-Hegau führen die Teilnehmer durch acht Gemeinden auf deutscher und Schweizer Seite der Grenze. Fortbewegen darf man sich nach Herzenslust und nach Gusto: aus eigener Kraft auf Rädern, Rollen oder zu Fuß. Und das Ganze ohne störenden Motorlärm und PKW-Verkehr.

Bereits zum 16. Mal findet der slowUp statt und wird wie in den Jahren zuvor ein aktiver Erlebnis-Sonntag in einer grenzüberschreitenden Region werden. Wer den kompletten Rundkurs auf der Länge von insgesamt 38 Kilometern unmotorisiert, beispielsweise per Pedes, auf Inlinern oder Fahrrad zurücklegt, überquert sechsmal die Grenzen zwischen Deutschland und der Schweiz. Gerade dies ist das Besondere am slowUp Schaffhausen-Hegau.

Event für die ganze Familie

Man hält am Konzept der letzten Jahre fest, wie Marcel Theiler, Präsident des Organisationskomitees im Gespräch erklärt. Denn dieses Konzept habe sich bewährt und man sei im Team gut eingespielt – warum also etwas am Erfolgsrezept verändern? So will auch die 16. Auflage des slowUp als Veranstaltung für die ganze Familie verstanden werden. Möglich machen dies mitunter die vielen freiwilligen Helfer, Unterstützer und treuen Sponsoren.

„In den letzten Jahren gab es abhängig vom Wetter zwischen 18¦000 und 25¦000 Teilnehmer“, berichtet Marcel Theiler. Auch in diesem Jahr rechnet der OK-Präsident mit vielen aktiven Teilnehmern. Das Bedürfnis der Menschen nach Bewegung und Gesellschaft nach zwei Jahren Pandemie, in denen leider auch der slowUp nicht hatte stattfinden können, sei groß. So hofft er auf ideale Wetterbedingungen, damit auch dieses Jahr wieder ein hohes, unmotorisiertes Aufkommen auf den Straßen unterwegs sein wird.

Jeder fährt so weit und so viel wie er möchte und das in seiner individuellen Geschwindigkeit. Es geht dabei um die Bewegung in Gesellschaft mit anderen an der frischen Luft und nicht um die Geschwindigkeit. Die gesamte Strecke ist gut befahrbar und für jeden geeignet. Lediglich ein Teilstück zwischen Ramsen und Gailingen ist etwas anspruchsvoller. Hier sind auf einer Länge von einem Kilometer ungefähr 90 Höhenmeter zu bewältigen. Kein Problem – wer den Berg nicht fahrend bezwingt schiebt einfach. Für Skater, Kinder und Menschen mit einer Behinderung wird auf dieser Strecke ein Shuttle-Bus bereitstehen. Und danach geht es dafür wieder umso entspannter abwärts. Auch zwischen Thayngen und Dörflingen verkehrt ein kostenloser Shuttle-Bus, damit lässt sich die Gesamtstrecke wesentlich abkürzen. Auch kann man auf dem Rundkurs jederzeit ein- oder aussteigen.

Entlang der Strecke ist eine faszinierende Landschaft zu erleben. Der Weg führt durch Schaffhausen, Herblingen, Thayngen, Gottmadingen, Buch, Ramsen, Gailingen, Dörflingen und Büsingen. Entlang der Strecke wird Vielerlei geboten, Speis und Trank sowie Spiel und Spaß. Vielerorts gibt es Festwirtschaften und ein vielfältiges Rahmenprogramm. Hier sind seitens der Organisatoren keine Grenzen gesetzt, Vereine und Gemeinden entlang des Weges durften ihre Kreativität frei entfalten und haben Tolles für die Teilnehmer vorbereitet. „Man kann sich treffen und Kontakte knüpfen“, so Marcel Theiler. An den vielen Veranstaltungsorten – egal ob in Deutschland oder der Schweiz – könne man pausieren, genießen und mit anderen Menschen ins Gespräch kommen und sich austauschen oder einfach in einer Festwirtschaft gemütlich beisammensitzen.

Besondere Genussmomente gibt es entlang des Rheins, durch Schaffhausens Altstadt und durch die herrliche Natur der Region, teils mit Blick auf die Hegauvulkane. Die Kombination von Bewegung, Natur und der selbstgewählten Fortbewegung aus eigener Muskelkraft bringt aktive Entspannung, losgelöst von der Hektik des Alltags, mit sich. Und ganz nebenbei tut man etwas Gutes für die eigene Gesundheit und Fitness und setzt ein Statement für eine umweltfreundliche Mobilität.

Opening in Gottmadingen

Es ist schon so etwas wie Tradition, dass der slowUp in Gottmadingen bereits am Samstagabend um 18 Uhr vor dem offiziellen Start am Sonntagmorgen in Schaffhausen eröffnet wird. Man stimmt sich gemeinsam auf Gottmadingens Hebelplatz mit musikalischer Unterhaltung auf den großen Tag ein und bekommt das richtige Feeling für den Sonntag. Dieses Jahr feiern „Die Original Aussteiger“ mit Musik und guter Laune am Opening ihr 25-jähriges Jubiläum.

Das detaillierte Programm sowie nützliche Infos sind im Internet nachzulesen: http://www.slowUp.ch

Pilotprojekt: Vignette 2022

Als Pilotprojekt startet in diesem Jahr neu der Verkauf einer slowUp-Vignette. Die wichtige Botschaft von Marcel Theiler, Präsident des Organisationskomitees, lautet: die Veranstaltung ist für die Teilnehmer kostenlos und soll es weiterhin auch bleiben. Nach wir vor muss kein Startgeld bezahlt werden. Dennoch bittet der OK-Präsident um Verständnis und Unterstützung. „Die mit dem slowUp verbundenen Kosten steigen von Jahr zu Jahr. Besonders die Kosten für die notwendige Infrastruktur, für die Sicherheit aller und die Werbung verursachen immer höhere Kosten.“ Deshalb habe man sich im Team dafür entschieden, den Verkauf einer Vignette ins Leben zu rufen. Der Preis einer Vignette liegt bei fünf Franken beziehungsweise fünf Euro. Dies ist eine absolut freiwillig zu zahlende Gebühr. „Mit dem Verkauf sollen die steigenden Mehrkosten abgefedert werden“, erklärt Marcel Theiler. Auf den Festplätzen werden gut erkennbare Vignettenverkäufer unterwegs sein. Die gelben Warnwesten der Verkäufer sind mit „Vignettenverkauf“ beschriftet. Wer möchte, kann ihnen eine Vignette abkaufen, aufkleben und damit einen Beitrag dazu leisten, dass der slowUp nicht in Gefahr kommt und auch in den kommenden Jahren veranstaltet werden kann.

Gut zu wissen

  • slowUp Hegau-Schaffhausen: Am Sonntag, 22. Mai, von 10 bis 17 Uhr bei jedem Wetter.
  • Strecke: Es gibt keinen bestimmen Start- und Zielort, die Tour kann von jedem teilnehmenden Ort aus gestartet werden; die Fahrtrichtung ist im Uhrzeigersinn (siehe Streckenplan).
  • Sicher unterwegs: Auf der ganzen Strecke gilt Rechtsverkehr, überholt wird links. Die Teilnehmer sollten ihr Tempo dem Fahrfluss anpassen, der slowUp ist kein Rennen. Rücksicht auf andere, besondere auch auf Kinder, ist wichtig. Anhalten sollte man am Straßenrand oder neben der Fahrbahn. Den Anweisungen des Verkehrspersonals ist nachzukommen. Fahrradhelme und Schutzausrüstung für Inlineskatende werden empfohlen.
  • Kosten: Die Teilnahme ist kostenlos; eine Vignette für 5 Euro kann freiwillig erworben werden. Sie dient zur Finanzierung des slowUp und ist außerdem eine schöne Erinnerung.

„Mit dem Verkauf sollen die steigenden Mehrkosten abgefedert werden.“

Marcel Theiler, OK-Präsident, zur freiwilligen Vignette für 5 Euro.