Mit einer Live-Sendung im Internet hat die Stadt Singen kürzlich das Jubiläum „50 Jahre Städtebauförderung“ gewürdigt. Singen ist seit Anfang der 1980er Jahre mit Projekten vertreten, die Gelder aus der Städtebauförderung erhalten. Große Maßnahmen wurden in den letzten Jahren in der östlichen Innenstadt umgesetzt.

Bei einem Gespräch, das live übertragen wurde, erläuterten Oberbürgermeister Bernd Häusler, Thomas Mügge (Leiter des Fachbereichs Bauen), Michael Schneider (Leiter des Fachbereichs Grün und Gewässer) und Tilo Brügel (Abteilung Stadtplanung/Stadtsanierung), was sich in Singen in den letzten Jahren entwickelt hat. „Dank der Städtebauförderung konnten wir vieles realisieren, was sonst nicht möglich gewesen wäre“, sagte Bernd Häusler.

Herz-Jesu-Platz im Fokus

In einem Filmbeitrag kamen auch Nutzer und Planer zu Wort. Dabei rückten vor allem die östliche Innenstadt und die Neugestaltung des Herz-Jesu-Platzes in den Fokus. „Wir haben den Menschen den Herz-Jesu-Platz zurückgegeben“, sagte Häusler.

Im Jahr 2018 war der Platz neu gestaltet worden und eine Blockrandbebauung ergänzt worden. Für diesen Bereich war 2014 zum ersten Mal eine Bürgerbeteiligung durchgeführt worden. Wo vorher nur Autos standen, ist nun ein Platz entstanden, der viel Raum für Gestaltungsmöglichkeiten lässt. Für die Zeit nach Corona ist für 2022 auf jeden Fall schon ein Quartiersfest geplant.

„Viel zum Positiven verändert“

José Perez, Inhaber des Restaurants Las Tapas, bestätigte die großen Veränderungen im Quartier. „Durch die Sanierung hat sich sehr viel zum Positiven verändert“. Zurzeit wird noch der Kreuzensteinplatz neben dem Restaurant verschönert.

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„Wir haben in der der östlichen Innenstadt einige sehr schöne Gebäude mit Elementen aus dem Jugendstil“, sagte Thomas Mügge. Wie zum Beispiel die Wetzstein-Villa. „Die Präsenz dieses Gebäudes sollte erhalten bleiben“, so Birgit Winkler vom Architekturbüro Riede zur Sanierung des Wetzstein-Areals, wo heute das Hospizzentrum zu Hause ist.

Fragen aus der Bevölkerung

Im Rahmen der Veranstaltung konnten auch Bürger und Interessierte ihre Fragen stellen. So wollte jemand wissen, ob der Herz-Jesu-Platz auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden könnte? „Natürlich wäre dies möglich“, so OB Häusler.

Er sei sicher, dass sich hier so etwas etablieren könnte, möglicherweise auch mal ein Flohmarkt. Das geplante Tagescafé werde voraussichtlich nach der Sommerpause endlich öffnen. Ganz wichtig sei – neben dem Wochenmarkt – auf dem Platz aber auch der Unverpackt-Laden, wo auch Lastenräder zum Ausleihen stationiert sind.

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Auch Fassadenbegrünung denkbar

Auch das Thema Fassadenbegrünung interessierte die Bürger. Die Initiative für eine Fassadenbegrünung sowie die Pflege müsse schon von den Immobilienbesitzern kommen, erklärte Michael Schneider. Am Gebäude August-Ruf-Straße/Schwarzwaldstraße, wo im Erdgeschoss ein Buchladen ist, könnte sich OB Häusler eine Fassadenbegrünung vorstellen, „wenn wir Miteigentümer und Gemeinderat mit ins Boot holen“.

Tilo Brügel präsentierte bei dem Gespräch auch den derzeitigen Stand der Planungen für die Bebauung des Scheffel-Areals. Die meisten Grundstücke seien inzwischen im Besitz der Stadt, so dass es 2022 voraussichtlich losgehen werde. Der Bebauungsplan sei seit kurzem rechtskräftig.

Link zur Sendung

Die Sendung zu 50 Jahren Städtebauförderung kann auf dem Youtube-Kanal der Stadt Singen angeschaut werden.