Es ist selten, dass die Geschwister Sawatzky in Person zusammen kommen. In normalen Jahren können sie es an einer Hand aufzählen, schließlich hat jeder der drei ein anderes, eigenes Leben in einer anderen Stadt: Von Büsingen aus sind sie nach Winterthur, Stuttgart und Berlin gezogen. Was sie weiterhin verbindet, ist die Musik. Und dafür kamen sie zuletzt mehrmals auf der Fernsehbühne der Sendung „FameMaker“ zusammen.

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Das Live-Finale haben rund 940.000 Menschen gesehen, berichtet der Quotenmeter – so viele Zuschauer hatten die drei davor noch nie. „Es war eine mega gute Erfahrung, aus der wir alle viel lernen durften“, sagt Tabea Sawatzky einige Tage später in ihrem Berliner Zuhause. Die Sendung haben die drei zwar nicht gewonnen, aber nun ein klares Ziel: Sie arbeiten an einer ersten Single. „Die Show war Auslöser für uns zu sagen: Da geht noch was.“

Die Geschwister Tabea Sawatzky, Lukas Sawatzky und Sophie Gfeller aus Büsingen haben großes vor: Sie arbeiten an einer ersten gemeinsamen Single.
Die Geschwister Tabea Sawatzky, Lukas Sawatzky und Sophie Gfeller aus Büsingen haben großes vor: Sie arbeiten an einer ersten gemeinsamen Single. | Bild: privat

Ihre zwei Geschwister Lukas Sawatzky und Sophie Gfeller sind an diesem Mittag aus Stuttgart und Winterthur zugeschaltet. Nach dem Live-Finale ist jeder in seinen Alltag zurückgekehrt: Tabea arbeitet als Kindheitspädagogin in Berlin, Lukas studiert auf Gymnasial-Lehramt in Stuttgart und Sophie ist Psychologin in einem Familienzentrum in Winterthur. Die Musik soll künftig aber einen größeren Platz in ihrer aller Leben erhalten: Ein gemeinsames Probenwochenende ist schon geplant, in der Zukunft wollen die drei häufiger gemeinsam musizieren. „Eine Single wäre klasse, bedeutet aber erstmal noch viel Arbeit“, sagt die 29 Jahre alte Tabea. „Wir wollen nicht irgendwas machen, sondern uns treu bleiben.“ Außerdem müssten sie den eigenen Sound finden, wie ihr 22-jähriger Bruder Lukas es ausdrückt.

Eine Mischung aus Alicia Keys und Whitney Houston

Einen Eindruck ihres Könnens konnten die drei auch in der Fernsehsendung zeigen. „Im Finale wollten wir etwas anderes zeigen“, sagt Lukas Sawatzky, deshalb entschieden sie sich für eine Mischung aus Alicia Keys und Whitney Houston. „Whitney Houston ist mein großes Idol gewesen in der Jugend“, sagt Tabea Sawatzky. Auf die Idee, ein Medley daraus zu machen, sei aber Tedros Teclebrhan gekommen, zu dessen Team sie gehörten. Viel Zeit zum Proben hätten sie nicht gehabt: Vier Tage blieben bis zum Live-Finale. „Ein Lied zu arrangieren, zusammen zu üben und zu singen ist ja das eine. Aber im Fernsehen auf der großen Bühne zu stehen, ist dann etwas ganz Anderes“, ergänzt Lukas. Während ihre Mitbewerber alleine auftraten, konnten die Geschwister aufeinander zählen.

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„Ich bin zufrieden von der Bühne gegangen“, sagt die 32 Jahre alte Sophie Gfeller. „Für mich hat alles gestimmt in den Moment.“ Dabei sei sie selbst erstaunt gewesen, dass sie nur etwas aufgeregt war: Eine Rede zu halten, löse mehr Nervosität aus. Gewonnen hat dennoch ein anderer. „Nicht zu gewinnen ist völlig ok für uns“, sagt Tabea. Hinter den Kulissen sei es ein tolles Miteinander mit den anderen Kandidaten gewesen, mit einigen seien sie weiterhin in Kontakt.

Treffen mit Showmaster Stefan Raab

Komiker Teddy habe ihnen neben gutem Rat auch ein gutes Gefühl mitgegeben: „Ihm war es wichtig, dass wir es genießen“, sagt Lukas und spricht von einem sehr wertschätzenden Umgang. Auch die Gespräche mit Showmaster Stefan Raab bleiben den drei in Erinnerung: Er habe sie ermutigt, sich selbst treu zu bleiben, und sie motiviert, dass es nicht zu spät für eine Musikkarriere sei.

Großer Zuspruch aus dem Netz

Bis die erste Single soweit ist, können Fans bei Instagram erste Zeilen hören. Ein zwei Tage nach der Show veröffentlichtes Video hat inzwischen über 7000 Aufrufe, die Rückmeldungen seien durchweg positiv: „Das ist die schönste Sache überhaupt“, sagt Lukas. Seine Schwester Tabea ergänzt: Innerhalb weniger Tage hätten sie viel Zuspruch erfahren, die Zahl der Follower stieg von 0 auf über 2500. Fremde Menschen würden sich Zeit auch für persönliche Nachrichten nehmen. Auch im Alltag wurden die drei auf ihren Auftritt angesprochen: Neben dem Studium arbeite er in einem Verlag, die Chefin sei ganz begeistert gewesen und ihre Tochter nun der größte Fan des Trios, erzählt Lukas Sawatzky lachend. Schon bald soll es neue Bilder und Videos für solche Fans geben – das nächste Treffen der drei wird nicht erst wieder an Weihnachten sein. Trotz verschiedener Leben in verschiedenen Städten.

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