Sie demonstrierten auf ihrem Weg von der August-Ruf-Straße über das Rathaus bis zum Heinrich-Weber-Platz für mehr Klimaschutz und Klimagerechtigkeit. Die Organisatoren von Fridays for Future hatten sich extra mit der Konstanzer Bewegung abgesprochen, um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen, berichtet Agnes Vokskhi, Schülerin des Friedrich-Wöhler-Gymnasiums. Deren Demo hatte bereits am Morgen stattgefunden.

Hoffnung auf mehr Teilnehmer

Während es in Konstanz ihren Angaben nach rund 1000 Teilnehmer waren, war es in Singen eine eher überschaubare Gruppe von rund 100 Teilnehmern. Nach den Corona-Beschränkungen, und wenn jetzt das Wetter wieder besser wird, hofft die Schülerin, dass es wieder mehr Menschen werden, die sich öffentlich für den Klimaschutz engagieren.

„Klimawandel zentrale Krise“

Judith Mikus von Parents for Future erklärt, warum sie am Freitagnachmittag demonstriert: „Damit die Klimakrise nicht in Vergessenheit gerät.“ Man habe ja angesichts der Corona-Pandemie und des Krieges in der Ukraine den Eindruck, dass es von einer Krise in die nächste gehe. Die Klimakrise sei aber zentral und müsse sofort angegangen werden. Sie schreite rasant fort und ihre Bewältigung entscheide über das zukünftige Leben auf der Erde und das Leben .

Globale Aktion

Rednerin Gunda Wöhrle verwies auf das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommen und dass die Regierungen weit davon entfernt seien, dieses Ziel zu erreichen. Es gehe darum, ein System der Profitmaximierung und Ausbeutung zur durchbrechen. „Die Klimakrise ist die größte existenzielle Krise der Menschheitsgeschichte“, sagte sie. Die Demonstrationen gegen die Klimapolitik fänden seit drei Jahren regelmäßig am Freitag in der Innenstadt statt. Die Bewegung sei aber keine lokale, sondern eine globale: Zeitgleich demonstrierten Menschen weltweit.