Dass die Partei der Freien Wähler in den Landtagswahlkampf eingestiegen ist und mit Hansjörg Laufer einen eigenen Kandidaten für den Wahlkreis Singen/Stockach aufgestellt hat, sorgt im Hegau weiter für Aufsehen. Nachdem Engens Bürgermeister Johannes Moser sich im Gespräch mit dem SÜDKURIER klar von der Partei der Freien Wähler distanziert hat, meldete sich nun auch Artur Ostermaier als Kreisvorsitzender der Freien Wähler in einer Pressemitteilung zu Wort.

Artur Ostermaier kritisiert als Kreisvorsitzender der Freien Wähler die Trittbrettfahrerei der Partei der Freien Wähler im Landtagswahlkampf schwer.
Artur Ostermaier kritisiert als Kreisvorsitzender der Freien Wähler die Trittbrettfahrerei der Partei der Freien Wähler im Landtagswahlkampf schwer. | Bild: Tesche, Sabine

Darin kritisiert er das Vorgehen der Partei scharf und weist Verbindungen zwischen den Freien Wählern, die im Landesverband Baden-Württemberg zusammengeschlossen sind, und der Freien Wähler-Partei entschieden zurück. „Es gibt große Unterschiede. Die Freien Wähler sind in Orts- und Kreisverbänden organisiert. Sie vertreten in den Stadt-, Gemeinde-, Ortschaftsräten und in Kreistagen die Interessen ihrer Kommune oder ihres Landkreises“, sagt er. Dabei orientiere man sich ausschließlich an den Bedürfnissen und örtlichen Gegebenheiten und suche die besten Lösungen vor Ort.

Die Partei ist auf Kandidatenjagd

Ein weiterer Punkt, der Ostermaier sauer aufstößt: Die Partei der Freien Wähler ist auf Kandidatenjagd. „Seit Wochen versucht die Freie Wähler-Partei Kandidaten zur Landtagswahl am Sonntag, 14. März, zu nominieren. Dabei treten die Parteivertreter ungeniert an die bestehenden Orts- und Kreisverbände heran, um Personen aus deren Reihen für eine Kandidatur zu gewinnen“, kritisiert Ostermaier.

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Dabei würden die Partei-Initiatoren bei ihrem Auftreten den nahezu identischen Namen benutzen. „Lediglich mit dem Zusatz Partei“, so Ostermaier. Er sei sich sicher, dass dieses Vorgehen bewusst so gewählt sei, denn man möchte von dem guten Image und der hohen kommunalpolitische Kompetenz, welche sich die Mitglieder der Freien Wähler in den zurückliegenden fast sieben Jahrzehnten in den Städten, Gemeinden und Landkreisen erworben haben, profitieren. „Diese Vorgehensweise muss als Trittbrettfahren bezeichnet werden“, ärgert sich Ostermaier.