Das erste Halbjahr 2021 ist für die Stadtwerke Singen gemischt verlaufen. Dies geht aus dem Halbjahresbericht hervor, den Stadtwerke-Chef Axel Blüthgen kürzlich dem Stadtwerke-Ausschuss des Gemeinderats vorstellte. Demnach sei der Bereich Wasserversorgung relativ unspektakulär gewesen, die Wassermenge sei etwa wie sonst gewesen. Der Halbjahresbericht verzeichnet zudem 28 bekannte und reparierte Rohrbrüche, drei mehr als 2020. Allerdings seien 20 dieser Rohrbrüche an Hausanschlüssen gewesen. Beim Stadtbus sei die Tendenz wieder positiver, sagte Blüthgen. In den Sommermonaten sei die Fahrgastzahl auf etwa 90 Prozent des Wertes von 2019 gestiegen. Durch die 3G-Regel im öffentlichen Nahverkehr dürften es im Winter aber wieder weniger werden, so seine Einschätzung. Beim Wertstoffhof zählt der Halbjahresbericht etwa gleich viele Besucher wie im Vorjahr auf.

In der Sparte Parkhäuser sei 2018 das bislang letzte Jahr ohne Sondereffekte gewesen, erklärte Blüthgen. Dieses Jahr bleibe man dahinter deutlich zurück. In der Tiefgarage Stadthalle habe man Dämmplatten andübeln müssen, weil die Verklebung nicht gehalten habe. Ein Großprojekt ist der Bau des Parkhauses am Gleis in der Bahnhofstraße. Dafür wollen die Stadtwerke mit den veranschlagten 5,9 Millionen Euro auskommen, sagte Blüthgen, auch wenn es einzelne Verschiebungen gebe. Die drei dort zunächst vorgesehenen Ladestellen für Elektroautos kämen ihm relativ wenig vor, sagte Eberhard Röhm (Grüne) in der Aussprache. Blüthgen erwiderte, dass durchaus mehr gehe. Laut der Sitzungsvorlage sind 18 Ladepunkte möglich. Eine Überlegung sei auch, Dauerparkplätze mit Elektroanschluss anzubieten, so Blüthgen. Dirk Oehle (Neue Linie) merkte an, dass das Ladenetz in Singen besser sein könnte. Blüthgen antwortete, dass die Stadtwerke schon mit dem Stromversorger Thüga dazu im Gespräch seien.

Bei den erneuerbaren Energien habe der Windpark Verenafohren im ersten Halbjahr zwar etwa vier Prozent unter dem errechneten Ergebnis gelegen, so der Stadtwerke-Chef. Aufs Jahr gesehen erwarte man aber wieder ein positives Ergebnis. Die Pläne im Gewann Brand / Staufenberg würden zwar derzeit auf Eis liegen, weil zu viele Milanhorste dort gezählt worden seien, erklärte Blüthgen. Nach den politischen Änderungen nach der Bundestagswahl könnte man sich aber überlegen, das Projekt wieder aufzugreifen.