Als Astrid Lindgrens Kinderbuch „Pippi Langstrumpf“ im Jahr 1945 in Schweden erschien, schieden sich die Geister an der kleinen Protagonistin, deren Vater ein Südseekönig ist und die ganz allein, nur mit einem Pferd und einem Äffchen, in der Villa Kunterbunt lebt. Dieses Kind schien kein gutes Vorbild zu sein. Doch die Kinder in aller Welt lieben Pippi Langstrumpf und ihre Abenteuer, die sie mit ihren Freunden Tommy und Annika erlebt.

Auf ihrer abenteuerlichen Reise ins Taka-Tuka-Land fliegen die drei Freunde mit ihrem Fluggerät, dem „Myskodil“, sogar über ...
Auf ihrer abenteuerlichen Reise ins Taka-Tuka-Land fliegen die drei Freunde mit ihrem Fluggerät, dem „Myskodil“, sogar über einen rauchenden Vulkan. | Bild: Manuela Fuchs

Das Kinderstück „Pippi in Taka-Tuka-Land“ mit dem Jungen Theater Bonn in der Singener Stadthalle unter 2G+-Regeln jedenfalls war ausverkauft. Und ehe die Vorstellung begann, hörte man munteres Stimmengewirr in der Halle, so manches Kind rutschte unruhig auf dem Stuhl herum, andere wiederum starrten voller Vorfreude gebannt auf die Bühne.

Als die Heldin erscheint, wird es mucksmäuschenstill im Saal. Pippi ist in großer Sorge um ihren Vater. Kapitän Efraim Langstrumpf wurde von Piraten in einen Kerker auf der Insel Taka-Tuka-Land geworfen. Dort soll er bleiben, bis er verraten hat, wo sein Schatz versteckt liegt.

Pippi Langstrumpf (Andrea Brunetti) und ihre Freunde Tommy (Bernard Niemeyer) und Annika (Franziska Bittner) auf ihrer Reise nach ...
Pippi Langstrumpf (Andrea Brunetti) und ihre Freunde Tommy (Bernard Niemeyer) und Annika (Franziska Bittner) auf ihrer Reise nach Taka-Tuka-Land. | Bild: Manuela Fuchs

Pippi, das stärkste und mutigste Mädchen der Welt fackelt nicht lange. Zusammen mit Tommy und Annika baut sie das „Myskodil“, ein Fluggerät mit Tretantrieb, und für die drei Freunde beginnt eine aufregende Reise. Wenn Pippi dann das allbekannte Lied trällert, leuchten die Augen der kleinen Zuschauer.

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Schnell stellt sich heraus, dass die Piraten, die sich auf der Insel eingenistet haben, weder besonders schlau, noch sehr stark oder gar mutig sind. Unterstützt wird Blut-Svente, der Piratenkapitän, von seinen „Männer*innen“, von Messer-Jocke, dem einäugigen Oskar und Rosi, der Piratenbraut. Pippi gelingt es, die vertrottelten Piraten zu überlisten und ihren Vater zu befreien.

Die kleinen Gäste amüsieren sich aufs Beste, wenn Pippi zeigt, wie stark sie ist und die Piratenbande in die Flucht schlägt. Der Schatz, so stellt sich am Ende heraus, ist übrigens nirgendwo anders als zu Hause in der Villa Kunterbunt. Und so ein bisschen Pippi Langstrumpf wäre vermutlich gerne jedes Kind.