Carmen Biehler

“Es war eine einzigartige, emotionale und lange Reise mit strahlenden Kinderaugen, viel Herzlichkeit aber auch von viel Leid geprägt“, das ist das Fazit von Tünde Kocsis. Sie spricht von einer Rettungsaktion behinderter Kinder aus der Ukraine, an der sie für die Singener Malteser teilnahm. Weiter sagt sie: „Jeder Einzelne hat 100 Prozent gegeben. So stelle ich mir den Leitspruch der Malteser – weil Nähe zählt – vor.“

Die Malteser-Notfallhelferin engagiert sich als Leiterin der Rettungshundestaffel in Singen und als Prüferin für Rettungshunde. Sie ist seit bald sieben Jahren bei den Maltesern aktiv. Mit fünf Kollegen war sie mit einem Hilfskonvoi der Malteser an der polnisch-ukrainischen Grenze. Auf dem Rückweg haben sie körperbehinderte Kinder abgeholt und in eine Wohneinrichtung im badischen Bad Bellingen gebracht.

Ein Erlebnis, das lange in Erinnerung bleibt

Ein unvergessliches und bleibendes Erlebnis seien die 3000 Kilometer und 30 Stunden Fahrtzeit geworden, welche die sechs Helfer hinter sich gebracht haben. In einem Gefolge mehrerer Fahrzeuge, vollbeladen mit Hilfsgütern, waren sie unterwegs. Mit dabei waren auch Behindertenfahrzeug und Krankenwagen.

Um sich die Kräfte besser einteilen zu können, fuhr eine Gruppe bereits vor und übernachtete bei Dresden, um dann auf der Rückfahrt ausgeruht die Fahrzeuge mit den Passagieren übernehmen zu können.

Sprachprobleme werden gut überwunden

„Ausgeschlafen und voller Motivation habe ich die letzte Fahrtetappe nach Bad Bellingen in Angriff genommen und die Kinder mit Ihren Müttern sicher ans Ziel gefahren“, berichtet Medizinstudent und Malteser-Rettungssanitäter Pascal Fritzer aus Villingen-Schwenningen.

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Zuvor wurden die Kinder an der Grenze in Polen in die Fahrzeuge gebracht und mithilfe der Angehörigen und Dolmetschern auf die Fahrt vorbereitet. Trotz der Sprachprobleme konnten sich die Helfer mit den Kindern gut verständigen.

Am Sonntagmittag konnten die Kinder dann ohne Komplikation an die Einrichtung in Bad Belling übergeben werden. Müde, aber sehr glücklich sagten die Helfer unisono: „Das nächste Mal sind wir wieder dabei.“