Auf den Segensspruch und Lieder müssen die Menschen in Singen auch an diesem Drei-Königs-Tag verzichten. Denn die Sternsinger werden in Singen und in vielen weiteren Hegau-Gemeinden nicht unterwegs sein. „Es ist leider so, dass wir auch dieses Jahr keine Sternsinger von Haus zu Haus ziehen lassen können. Das wäre aktuell ein völlig falsches Signal“, sagte Dekan Matthias Zimmermann. Es ist nach 2021 das zweite Jahr, in dem keine Sternsinger unterwegs sein werden. „Wir können unsere Kinder, die zum größten Teil noch ungeimpft sind, nicht guten Gewissens losschicken“, so Zimmermann weiter.

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Wie schon 2021 findet auch das Dreikönigssingen der Katholiken aufgrund der Corona-Pandemie in Singen und vielen Hegau-Gemeinden erneut ohne Hausbesuche und echtes Singen statt. Ganz auf den Segensspruch verzichten müssen die Gläubigen allerdings nicht.

Segen aus der Tüte

Die Seelsorgeeinheit Singen und Oberer Hegau hat sich laut Dekan Matthias Zimmermann eine Alternative einfallen lassen: So soll es in diesem Jahr Sternsingertütchen geben. Darin befinden sich ein Segensspruch, Weihrauch und Kreide zum Anbringen des Segensspruches über dem Türrahmen. „Zudem bringen Sternsingergruppen aus dem Hegau in diesem Jahr den Segen ganz modern und digital in die Häuser. Eine super Aktion“, sagt Zimmermann erfreut.

Spendendosen für das Kindermissionswerk

Die traditionelle Spendensammlung zum Drei-Königs-Tag findet indes statt. Dafür ist den jungen Sternsingern deren Ziel auch in diesem Jahr zu wichtig, wie Zimmermann betont. „Damit wir auch in 2022 wieder Spenden für das Kindermissionswerk sammeln können, stellen wir wieder in unseren Kirchen und im Einzelhandel Spendendosen auf“, so der katholische Dekan. Er hoffe, dass das Sternsingen 2023 wieder normal stattfinden könne. „Es fehlt schon etwas, wenn wir das alles nicht direkt machen können. Natürlich haben wir Alternativen, aber das sind ehrlich gesagt nur Notlösungen, die den direkten Kontakt nicht ersetzen können“, sagt Zimmermann.